Verfügbarkeit und Fazit

Ähnlich wie in Overwatch gibt es zu jeder Figur eine Hintergrundgeschichte - auch die erinnern teils verblüffend an Overwatch. Die Vorstellungsvideos sind trotz sonst überwiegend humorigen Tonfalls nicht immer lustig: Die Inderin Rama etwa will ihren Landsleuten im Kampf gegen eine Seuche helfen, weshalb sie bei Mayhem angeheuert hat. Der überwiegende Teil der Story ist trotzdem schrill bis schräg - und leider eher wirr als nachvollziehbar erzählt, trotz spürbar liebevoll aufbereiteter Zwischensequenzen im Cartoonstil.

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Das stört durchaus, weil die meisten größeren Einsätze sich an der Haupthandlung entlanghangeln und so selten klar ist, was wir da aus welchen Gründen genau tun. Ein spielerisches Problem ist das aber nicht: Dank gut gemachter Schritt-für-Schritt-Hinweise und einem stets eingeblendeten "da müssen wir als nächstes hin"-Symbol ist das Absolvieren der Haupt- und Nebenmissionen kein Problem.

Die Aufträge bieten einige spannende Bosskämpfe und immer wieder hübsche Überraschungen, nach einiger Zeit fühlt sich vieles davon aber generisch an. Das gilt auch für die Feinde. Wir bekommen es mit schnellen Ninjas, Robotersoldaten und ähnlichen Infanteristen zu tun. In vielen Gefechten gibt es unbegrenzt Gegnernachschub, bis wir etwa das eigentliche Zielgebiet erreicht haben.

  • Dieser Agent namens Hollywood ist von Anfang an dabei. (Screenshot: Golem.de / Bild: Deep Silver)
  • Vor jeder Mission kann der Spieler den Schwierigkeitsgrad wählen. (Screenshot: Golem.de / Bild: Deep Silver)
  • In einer Zwischensequenz treffen sich die Schurken... (Screenshot: Golem.de / Bild: Deep Silver)
  • Überblick über die Spielestadt, das Seoul der Zukunft. (Screenshot: Golem.de / Bild: Deep Silver)
  • Das System der Gadgets und unterschiedlichen Technologien ist teils verwirrend. (Screenshot: Golem.de / Bild: Deep Silver)
  • Der erste Bossgegner heißt übrigens Golem. (Screenshot: Golem.de / Bild: Deep Silver)
  • In der Waffenkammer gibt's neue Schießprügel. (Screenshot: Golem.de / Bild: Deep Silver)
  • Zum Missionsstart wählen wir drei Agenten aus. (Screenshot: Golem.de / Bild: Deep Silver)
  • In einem Video wird die Hintergrundgeschichte einer Heldin erzählt. (Screenshot: Golem.de / Bild: Deep Silver)
  • Nach und nach schalten wir die Fähigkeiten der Agenten frei. (Screenshot: Golem.de / Bild: Deep Silver)
Der erste Bossgegner heißt übrigens Golem. (Screenshot: Golem.de / Bild: Deep Silver)

Die Schwierigkeit bestimmen wir vor jedem Einsatz neu. Dabei haben wir Auswahl unter sage und schreibe 15 Stufen! Je höher der ausgewählte Grad, desto mehr Erfahrungspunkte für die Talentbäume unserer Helden bekommen wir, und desto rascher erhalten wir Superwaffen und Extraausrüstung. Die Spieldauer dürfte allein für die Haupthandlung bei rund 20 Stunden liegen, dazu kommen aber noch richtig viele zusätzliche Jobs und sonstiger Kleinkram, den wir zum Teil in einem über Seoul schwebenden Hauptquartier erledigen.

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Agents of Mayhem erscheint am 18. August 2017 für Windows-PC (rund 60 Euro) sowie für Playstation 4 und Xbox One (je rund 70 Euro). Einen Multiplayermodus gibt es nicht. Auch hierzulande kommt das Programm nur mit der englischen Sprachausgabe auf den Markt, dazu gibt es auf Wunsch deutsche Untertitel. Von der USK hat der Titel eine Altersfreigabe ab 16 Jahren erhalten.

Fazit

Agents of Mayhem ist keine Sekunde langweilig. Ständig gibt's neue Upgrades, Skins, Gadgets oder sonstige Extras. Jäger und Sammler können den ersten Haken machen - sie kommen auf ihre Kosten. Auch das System der durchwechselbaren Hauptfiguren ist gelungen, weil die teils witzigen Spezialfähigkeiten gut aufeinander abgestimmt wirken. Erstaunlicherweise sind uns die Charaktere trotz vieler Klischees sogar halbwegs ans Herz gewachsen. Fans von Overwatch können also ebenfalls ein Häkchen eintragen.

Die Liste mit Features und Vergleichen ließe sich noch fortsetzen. Allerdings ist längst nicht alles gelungen. So wird die anfangs vielversprechende Handlung rasch wirr. Auch die Stadt ist kaum mehr als Kulisse, jedenfalls kommt das virtuelle Seoul längst nicht so interessant rüber wie andere Open-World-Umgebungen. Die Grafik wirkt durchwachsen: einerseits bunt und effektvoll, anderseits detailarm und steril. Der Eye-Candy-Faktor erreicht neue Höhen, der Glaubwürdigkeitsfaktor verharrt im unteren Drittel.

Trotzdem: Agents of Mayhem ist unterhaltsam - wenn auch teils auf die billige Art. In den Feuergefechten ist ordentlich was los, der teils derbe Humor sorgt für Lacher und es gibt wirklich immer etwas zu tun. Wer locker-flockige Action für den Rest des Sommers sucht, wird mit diesem Popcorn-Shooter ganz gut bedient.

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 Agents of Mayhem im Test: Popcorn-Action mit Austauschhelden
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