Agentic Ai Hub: Bundesministerium schickt KI-Agenten in 17 Kommunen
Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat mit einem Kick-Off-Event in Berlin(öffnet im neuen Fenster) den Agentic AI Hub gestartet. 17 Kommunen und zehn Start-ups nehmen an den 18 Pilotprojekten teil, bei denen KI-Agenten Routineaufgaben in der Verwaltung übernehmen sollen. Die Systeme prüfen Anträge auf Vollständigkeit, fordern fehlende Dokumente nach und bereiten behördliche Entscheidungen vor. Rund 400 Start-ups und knapp 200 Kommunen hatten sich auf den Aufruf Ende Januar beworben.
18 Pilotprojekte mit autonomen KI-Systemen
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger sagte, Deutschland wolle KI nicht nur diskutieren, sondern einsetzen. Das Hub soll als Schnittstelle zwischen Verwaltung und KI-Start-ups fungieren und bürokratische Probleme in technische Prototypen übersetzen.
Zu den beteiligten Start-ups gehören Summ AI, das in sieben Kommunen Prozesse per Sprachaufnahme nach BPMN-Standard(öffnet im neuen Fenster) modelliert, sowie Formfix, das Angehörige durch Pflegeantragsverfahren führt. In Frankfurt und Düsseldorf verarbeitet das Tool Forml unstrukturierte Dokumentendaten für Wohnberechtigungsscheine. Celonis soll in Nürnberg Stammdatenqualität verbessern und in München Einbürgerungsentscheidungen beschleunigen. Weitere Projekte betreffen automatisierte Posteingänge, KI-gestützte Besprechungsprotokolle und Orchestrierungsschichten für LLM-Anwendungen.
Drei Monate Umsetzung, dann Bewertung
In den kommenden drei Monaten arbeiten die Teams an der konkreten Umsetzung ihrer Lösungen. Das BMDS und der Digitalservice prüfen dabei Wirksamkeit und Skalierbarkeit der einzelnen Projekte. Bewerber, die in der ersten Phase nicht berücksichtigt wurden, bleiben Teil des Hub-Konzepts und können sich an weiteren Vorhaben beteiligen. Regelmäßige Austauschformate sind geplant. Die Ergebnisse sollen perspektivisch bundesweit einsetzbar sein.
Verwaltungsmodernisierung unter Echtzeitbedingungen
Die beteiligten Kommunen reichen von Großstädten wie München, Köln und Bielefeld bis zu Landkreisen wie Elbe-Elster und Neckar-Odenwald. Damit soll das Programm Lösungen hervorbringen, die nicht nur in ressourcenstarken Städten funktionieren, sondern auch in kleineren Verwaltungseinheiten skalierbar sind.
Der Versuch, KI-Agenten in die öffentliche Verwaltung zu integrieren, ist kein rein technisches Projekt. Getestet wird auch, wie weit sich Entscheidungsvorbereitung in Behörden automatisieren lässt, ohne dass rechtliche oder politische Grenzen erreicht werden.
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