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Age of Empires Definitive Edition Test: Trotz neuem Look zu rückständig

Am liebsten würde Microsoft PC-Spieler einfach mit einem beherzten "Wololo" dazu bekehren, die Definitive Edition von Age of Empires zu kaufen. Am Ende versuchen sie es mit neuer Grafik. Wir finden aber, das reicht nicht. Selbst Nostalgiker sollten sich den Kauf gut überlegen.

Ein Test von veröffentlicht am
Das Hauptmenü von Age of Empires Definitive Edition
Das Hauptmenü von Age of Empires Definitive Edition (Bild: Microsoft)

Den Test für das Remaster des Echtzeitstrategie-Klassikers Age of Empires beginnen wir mit der Suche nach Synonymen für das Wort "zurückgeblieben". Und so sehr das Nostalgikern auch wehtun mag, nahezu alle Synonyme passen auf die eine oder andere Art auf die Definitive Edition von Age of Empires.

Inhalt:
  1. Age of Empires Definitive Edition Test: Trotz neuem Look zu rückständig
  2. Ein krasser Zoom und trotzdem keine Übersicht
  3. Steinzeit-Strategie ohne Verkehrsregelung
  4. Verfügbarkeit und Fazit

Inhaltlich haben die Entwickler von Forgotten Empires wenig bis gar nichts geändert: Käufer der Definitive Edition erhalten das klassische Age of Empires, in dem Spieler eines von sechzehn Völkern in traditioneller Genre-Art von der Altsteinzeit über die Jungsteinzeit und Bronzezeit in die Eisenzeit führen. Als Ressourcen müssen Nahrung, Holz, Steine und Gold gesammelt werden. Die Einheiten umfassen neben Arbeitern vornehmlich Infanterie, Kavallerie und erste simple Belagerungswaffen.

Vom Spieldesign kupferte Age of Empires 1997 stark bei den damaligen Genre-Meilensteinen Warcraft und Command & Conquer ab. Alle, die sich für die historischen Details, den atmosphärischen Soundtrack und die anderen Eigenschaften interessieren, die Age of Empires Kultstatus eingebracht haben, erfahren darüber mehr in unserer Folge Golem retro_. Für diesen Test werden wir sie nicht wiederholen, sondern wollen uns auf die vorliegende Version fokussieren.

Inhaltlich gleichen sich die Versionen von 1997 und 2018 auf erstaunliche Art und Weise. Im Test sind wir auf die identischen Stärken und Schwächen gestoßen. Die Definitive Edition ist atmosphärisch gut gelungen und bietet bei der Spieltiefe und den Entscheidungen des Spielers den gleichen Umfang. Neben Multiplayer-Modi über das Internet (jetzt Xbox Live) und LAN bringt sie auch den komplexen Editor und die Solokampagnen inklusive aller Verbesserungen der Erweiterung Rise of Rome mit.

Alte Engine, neu gerendert

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Die Grafik von Age of Empires Definitive Edition wirkt auf den ersten Blick vielleicht nicht sehr modern. Im Direktvergleich ist aber schnell zu erkennen, dass die Entwickler hier einiges verbessert haben. Die Sprites und 2D-Einheiten bewegen sich in der Neuauflage deutlich flüssiger über die Landschaften. Drehungen werden nicht mehr in 8, sondern 32 Animationsstufen umgesetzt.

Das Spiel unterstützt Auflösungen bis zu 3.840 x 2.160 Pixeln. Dadurch sind neue Details bei den Gebäuden erkennbar, zum Beispiel Blumentöpfe beim Dorfzentrum oder individuelle Früchte auf dem Marktplatz. Die imposanteste optische Neuerung dürften aber die Zerstörungs- und Todesanimationen sein. Die Weltwunder zerfallen zum Beispiel in Tausende Einzelteile, nachdem ihre Lebensanzeige von genügend Einheiten auf 0 dezimiert wurde.

  • Die alte Grafik von Age of Empires (Screenshot: Microsoft)
  • Die neue Grafik von Age of Empires (Screenshot: Microsoft)
  • Ein neues Spiel beginnt in der alten Engine (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Ein neues Spiel beginnt in der neuen Engine (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Durch das neue Zoom-Feature gibt es viel mehr Übersicht. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Das Optionsmenü erlaubt nur wenig Anpassungen. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Kampagnenmissionen haben keine kurzen Videos mehr, nur gesprochenen Text. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Missionen werden schnell anspruchsvoll und müssen oft auswendig gelernt werden, um die Attacken abzuwehren. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Durch die schlechte Wegfindung werden Landungen mit dem Schiff zur Tortur. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Das alte Optionsmenü (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Wir legen eine Siedlung in Schutt und Asche. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Der Tech-Tree (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Meere haben einen neuen Wasser-Shader bekommen. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Unsere Siedlung wächst und gedeiht. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Zoom-Einstellung 1x, die entfernteste Ansicht (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Zoom-Einstellung 4x, der größte Zoom-Faktor (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
Unsere Siedlung wächst und gedeiht. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)

Bei den Optionen gibt sich die Definitive Edition von Age of Empires ähnlich spartanisch wie die Ur-Fassung. Ungläubig haben wir uns an den Kopf gefasst, als wir realisierten, dass die Entwickler Spieler noch nicht einmal die Auflösung manuell ändern lassen. Die Definitive Edition läuft stets in der Auflösung des Desktops. Das hat zur Folge, dass Spieler mit weniger leistungsstarken Grafikkarten, aber einem hochauflösenden Display zuerst die Desktop-Auflösung heruntersetzen müssen. Das wird einige Nutzer von 4K-Laptops stören.

Das wäre natürlich nicht so schlimm, wenn das neue Age of Empires stets flüssig liefe, wie man es von einem alten Spiel auf modernen PCs eigentlich hätte erwarten können. In der aktuellen Fassung 4994 bringt die Definitive Edition aber selbst einen Core i7-Haswell im Zusammenspiel mit einer Nvidia Geforce 980 Ti und 16 GByte RAM an seine Grenzen. Das liegt primär am neuen Zoom-Feature.

Ein krasser Zoom und trotzdem keine Übersicht 
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uschatko 25. Feb 2018

Die Bugs bei dem Spiel sind wirklich schlimm, vor allem wurden die in der Testphase schon...

mw (Golem.de) 22. Feb 2018

Nirgends steht so ein Wortlaut von wegen K.O.-Kriterium - Im Gegenteil wird mehrfach...

hackgrid 21. Feb 2018

i3 3. Gen gabs auch erst 12 Jahre nach AOE2 Release ;-)

ArcherV 20. Feb 2018

Ich schreib nicht ohne Grund Videobrille. Hätte ich eine VR Brille gemeint hätte ich...

blablabla23 20. Feb 2018

Und haben schon verloren...


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