Age of Empires 4 im Test: Im Galopp durch die Geschichte

Acht Völker aus aller Welt: Das Echtzeit-Strategiespiel Age of Empires 4 schickt uns auf Windows-PC in spannende Kämpfe in aller Welt.

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Artwork von Age of Empires 4
Artwork von Age of Empires 4 (Bild: Microsoft)

Da ist sie endlich: die Chinesische Mauer! Majestätisch zieht sie sich über eine Hügelkette, warm leuchten die Ziegelsteine in der Sonne. Und wir? Wir geben in Age of Empires 4 als Dschingis Khan unserer mongolischen Reiterarmee den Befehl zum Angriff - und machen den legendären Festungswall kaputt.

Inhalt:
  1. Age of Empires 4 im Test: Im Galopp durch die Geschichte
  2. Age of Empires 4: Verfügbarkeit und Fazit

Dschingis Khan ist nur eine von mehreren historischen Figuren, mit der wir in dem Echtzeit-Strategiespiel eine Armee in den Kampf führen. Unter anderem steuern wir auch den normannischen Herzog Wilhelm und andere Hochwohlgeborene.

Diese Spezialfiguren verfügen über Spezialkräfte, indem sie etwa Einheiten um sich eine Zeitlang automatisch heilen oder das Kampftempo erhöhen können. Wenn Wilhelm oder ein anderer Adliger fallen, können wir ihn durch eine normale Einheit wiederbeleben - viel mehr Fantasy-Elemente gibt es aber auch nicht.

Ansonsten orientiert sich der Einzelspielermodus weitgehend an der Geschichte. Die ersten beiden Kampagnen drehen sich um den Kampf der Engländer und der Franzosen kurz nach Anfang des vergangenen Jahrtausends. Danach steuern wir die Mongolen, etwas später die Rus - womit die Vorgänger der Russen gemeint sind.

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Die Missionen ergeben mehr oder weniger den Lauf der Geschichte. Das fühlt sich in Age of Empires 4 viel narrativer an als in den Vorgängern, was unter anderem an einer Erzählerin liegt, die viele Vorgänge kommentiert und erläutert. Insgesamt finden wir die Handlung erstaunlich spannend gemacht - das Entwicklerstudio Relic Entertainment baute immer wieder geschickt kleinere Überraschungsmomente ein.

Zwischen den Missionen sind aufwendig gemachte Videosequenzen zu sehen, die zum Teil die Spielinhalte mit echten Aufnahmen von aus der Gegenwart kombinieren. Beispielsweise sind gezeichnete Soldaten zu sehen, die über eine Wiese von heute laufen - mit Hochhäusern und geparkten Autos im Hintergrund.

Zusätzlich gibt es gut gemachte, kurze Dokumentationen zum Abrufen, die sich etwa ausführlich mit dem Bogenkampf beim Reiten beschäftigen - mit aktuellen Menschen, die das als Sport betreiben. Der Fokus der Videos liegt auf historischen Anführern und Armeen, die Zivilbevölkerung spielt kaum eine Rolle.

Die 35 Missionen der Kampagne sind sehr abwechslungsreich. Es gibt Massenschlachten, Burgbelagerungen und spezielle Einsätze - über die wir noch nichts verraten. Die gesamte Spieldauer dürfte um die 20 bis 30 Stunden liegen, wobei das natürlich auch davon abhängt, welcher der vier Schwierigkeitsgrade aktiv ist.

Die Spielmechanik setzt in größeren Variationen bei allen acht Völkern auf ähnliche Grundprinzipien. Es gibt immer Reiter, die vor allem stark gegen Bogenschützen sind. Dafür muss die Kavallerie sich immer vor den Lanzen- oder Speerträgern in Acht nehmen. Dazu kommen Fußeinheiten, etwa Ritter mit Schwert in der Hand, sowie Spezialgerät wie der Rammbock.

Microsoft Age of Empires IV

Das Tempo erscheint uns höher als in den früheren Serienteilen. Es gibt immer wieder mal gemütlichen Basisbau, bei dem wir uns Zeit lassen können. Der Weg zur nächsten Epoche und damit zu mehr Einheiten- und Gebäudetypen ist allerdings meist nur kurz, so dass wir oft nach kurzer Zeit relativ viel Auswahl haben - es bleibt aber immer alles überschaubar, was wir angenehm finden.

  • Mit unseren Mongolen stürmen wir ein Tor der Chinesischen Mauer. (Bild: Microsoft / Screenshot: Golem.de)
  • Ein mehr oder weniger idyllisches Dörfchen in England. (Bild: Microsoft / Screenshot: Golem.de)
  • Mit den Rus sind wir unter anderem in Moskau unterwegs. (Bild: Microsoft / Screenshot: Golem.de)
  • Viele Videosequenzen vereinen Animationen mit echten Bildern. (Bild: Microsoft / Screenshot: Golem.de)
  • Auch Basisbau gehört zu Age of Empires 4. (Bild: Microsoft / Screenshot: Golem.de)
  • In einer Mission sind wir bei Nacht in Paris unterwegs. (Bild: Microsoft / Screenshot: Golem.de)
  • Die Übersicht mit den verfügbaren Gefechten. (Bild: Microsoft / Screenshot: Golem.de)
  • Im Multiplayer treten bis zu acht Teilnehmer an. (Bild: Microsoft / Screenshot: Golem.de)
Mit unseren Mongolen stürmen wir ein Tor der Chinesischen Mauer. (Bild: Microsoft / Screenshot: Golem.de)

Die KI macht einen ordentlichen Eindruck. Die Wegfindung klappt prima, Formationen werden zuverlässig aufgebaut und auf Knopfdruck geändert - was beeindruckend aussieht. Auch praktisch: Selbst nach größtem Chaos und nach Richtungswechseln nehmen unsere Truppen selbstständig die korrekte Reihung aus Reitern vorne, gefolgt von Infanterie und dann Bogenschützen ein.

Die Computergegner machen ihren Job unserem Eindruck nach mittelgut. Wir haben etwas zu einfaches Spiel, wenn wir kleinere Verbände anlocken und Soldat um Soldat oder Schiff um Schiff erledigen - hier müsste viel früher so etwas wie eine Generalmobilmachung erfolgen. Davon abgesehen laufen die Kampagnenmissionen stark geskriptet ab, so dass sich das Ganze rund und fordernd anfühlt.

Aus der Community war in den vergangenen Monaten immer wieder Vorabkritik an der Grafik zu hören. Wir finden, dass das zum Teil berechtig ist: Die Landschaften sehen uns teils zu gemalt aus, Höhenstufen sind kaum zu erkennen. Einige Einheiten wirken sehr detailarm. Noch mehr stört uns allerdings, dass man im dichten Schlachtgetümmel kaum erkennen kann, was vor sich geht, und wer gerade die Oberhand bekommt.

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Age of Empires 4: Verfügbarkeit und Fazit 
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