• IT-Karriere:
  • Services:

Agbresa: DLR steckt Probanden für Weltraumgesundheit ins Bett

Das DLR, die Esa und die Nasa starten gemeinsam eine Studie zur Weltraumgesundheit: Probanden legen sich für zwei Monate ins Bett. Mit einer Zentrifuge wollen die Forscher künstlich Schwerkraft erzeugen, die die Knochen und Muskelschwund verringern soll.

Artikel veröffentlicht am ,
Kurzarm-Humanzentrifuge des DLR: Der Blutfluss in die Füße wird gefördert.
Kurzarm-Humanzentrifuge des DLR: Der Blutfluss in die Füße wird gefördert. (Bild: DLR/CC-BY 3.0)

Ab ins Bett: Für die Wissenschaft legen sich heute zwölf Testpersonen für zwei Monate ins Bett. So wollen Wissenschaftler testen, ob sich mit Hilfe von künstlich erzeugter Schwerkraft die Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf den Körper verringern lassen. Artificial Gravity Bed Rest Study (Agbresa) nennen die Forscher die Studie.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Hamburg
  2. BHS Corrugated Maschinen- und Anlagenbau GmbH, Weiherhammer

Wissenschaftler nutzen bereits seit längerem Langzeitstudien im Bett, um die Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper zu testen. So lassen sich der Muskelschwund und der Verlust an Knochendichte simulieren, die Astronauten im Weltraum, etwa auf der Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS), erleiden. Bei dieser Studie wollen die Forscher testen, ob sie diesen Symptomen durch künstlich erzeugte Schwerkraft entgegenwirken können.

Die Probanden, acht Männer und vier Frauen, legen sich für 60 Tage ins Bett. Das Kopfteil ist um sechs Grad nach unten geneigt, damit ihnen das Blut und andere Körperflüssigkeiten in Richtung Kopf fließen. Sie müssen sicherstellen, dass immer eine Schulter die Matratze berührt. Einige der Probanden kommen einmal am Tag in die Kurzarm-Humanzentrifuge des DLR, die sie rotieren und so Schwerkraft simulieren wird.

Durch die Zentrifugalkräfte, deren Intensität an die Größe der Testperson angepasst wird, wird der Blutfluss in die Füße gefördert. Die Forscher wollen herausfinden, ob das die Effekte der Schwerelosigkeit mindert. Im Laufe der Studie führen zudem die Forscher verschiedene Tests an den Probanden durch, unter anderem der Herz-Kreislauf-Funktion, zur Stärke der Muskeln, des Stoffwechsels sowie der kognitiven Leistungsfähigkeit.

Nach den 60 Tagen im Bett bleiben die Probanden noch einige Tage zur Erholung beim DLR in Köln. Insgesamt wird der Aufenthalt inklusive einer Eingewöhnungsphase 89 Tage dauern. Im September soll eine zweite Testgruppe mit ebenfalls zwölf Personen starten. Dafür sucht das DLR noch Probanden.

Agbresa ist ein Gemeinschaftsprojekt der Europäischen Raumfahrtagentur (Esa), der National Aeronautics And Space Administration (Nasa) und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Durchgeführt wird es am Envihab des DLR-Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin in Köln.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Mobile-Angebote
  1. 279,99€ (Bestpreis)
  2. (u. a. Galaxy S21 mit Galaxy Buds Pro In-Ears und Galaxy Smart Tag für 849€)
  3. 249,09€ mit Rabattcode "POWEREBAY6" (Bestpreis)

Folgen Sie uns
       


Apple Macbook Air M1 - Test

Kann das Notebook mit völlig neuem und eigens entwickeltem System-on-a-Chip überzeugen? Wir sind überrascht, wie sehr das der Fall ist.

Apple Macbook Air M1 - Test Video aufrufen
Boeing 737 Max: Neustart mit Hindernissen
Boeing 737 Max
Neustart mit Hindernissen

Die Boeing 737 ist nach dem Flugzeugabsturz in Indonesien wieder in den Schlagzeilen. Die Version Max darf seit Dezember wieder fliegen - doch Kritiker halten die Verbesserungen für unzureichend.
Ein Bericht von Friedrich List

  1. Flugzeug Boeing erhält den letzten Auftrag für den Bau der 747
  2. Boeing 737 Max Boeing-Strafverfahren gegen hohe Geldstrafe eingestellt
  3. Zunum Luftfahrt-Startup verklagt Boeing

Westküste 100: Wie die Energiewende an der Küste aussehen soll
Westküste 100
Wie die Energiewende an der Küste aussehen soll

An der Nordseeküste stehen die Windräder auch bei einer frischen Brise oft still. Besser ist, mit dem Strom Wasserstoff zu erzeugen. Das Reallabor Westküste 100 testet das.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. 450 MHz Energiewirtschaft gewinnt Streit um Funkfrequenzen
  2. Energiewende Statkraft baut Schwungradspeicher in Schottland

Donald Trump: Das große Unbehagen nach der Twitter-Sperre
Donald Trump
Das große Unbehagen nach der Twitter-Sperre

Die IT-Konzerne gehen wie in einer konzertierten Aktion gegen Donald Trump und dessen Anhänger vor. Ist das vertretbar oder ein gefährlicher Präzedenzfall?
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Reaktion auf Kapitol-Sturm Youtube sperrt Trump-Kanal für mindestens eine Woche
  2. US-Wahlen Facebook erwägt dauerhafte Sperre Trumps
  3. Social Media Amazon schaltet Parler die Server ab

    •  /