Afron: MIT-Robotiker gewinnen Preis mit 20-US-Dollar-Roboter

Für 10 oder 20 US-Dollar lassen sich einfache Roboter für den Schulunterricht bauen. Zwei Teams aus den USA waren mit ihren Bildungsrobotern bei einem Designwettbewerb erfolgreich.

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20-US-Dollar-Roboter MIT SEG: Faltteile aus Kunststoff, ein Arduino, einige Elektronikbauteile
20-US-Dollar-Roboter MIT SEG: Faltteile aus Kunststoff, ein Arduino, einige Elektronikbauteile (Bild: MIT)

Einen "Roboter für die Ausbildung, der um eine Zehnerpotenz weniger kostet als erhältliche Produkte" zu konstruieren, war die Vorgabe des Afron-Designwettbewerbs. Gewinner in den Kategorien Hardware und Curriculum ist der MIT SEG, ein Roboter für knapp über 20 US-Dollar.

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Genauer gesagt 20,27 US-Dollar kostet es, diesen Roboter zu bauen. Er besteht aus einigen Kunststoffteilen, die mit dem Laser oder notfalls mit einer Schere ausgeschnitten und dann zu einem Chassis und zwei Rädern gefaltet werden.

Günstiger ohne Leiterplatte

Hinzu kommen zwei Servomotoren, die die beiden Räder antreiben. Als Steuereinheit dient ein Arduino. Außerdem werden einige elektronische Bauteile benötigt: eine Leiterplatte, eine Leuchtdiode (LED) und die Fotozelle sowie ein Akku. Die Leiterplatte kann sogar ersetzt werden - dann wird der Roboter noch einmal 2,50 US-Dollar günstiger.

Gesteuert wird der Roboter mit Hilfe der LED und der Fotozelle: Er kann darauf programmiert werden, weißen, grauen oder schwarzen Markierungen zu folgen oder je nach Farbe, die er sieht, die Geschwindigkeit zu ändern. Gedacht ist der MIT SEG dazu, Kinder früh mit Robotern vertraut zu machen. Dafür haben die Entwickler ein eigenes Curriculum entwickelt, für das sie ebenfalls einen ersten Preis erhalten haben.

AERobot

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Zweiter in der Kategorie Hardware und Erster bei der Software wurde ein Team der Harvard-Universität mit dem AERobot (Affordable Education Robot). Er kann Linien, Gegenstände und Farben wahrnehmen und darauf programmiert werden, Linien abzufahren. Der AERobot, eine Modifikation des Schwarmroboters Kilobot, kostet 10,70 US-Dollar.

Für die Programmierung haben die Konstrukteure eine Nutzeroberfläche geschaffen, die auf der grafischen Programmierumgebung Minibloq basiert. Damit können die Schüler dem Roboter Handlungsanweisungen erteilen, die dann über eine USB-Schnittstelle auf den Roboter übertragen werden.

Zwei-Jahres-Turnus

Der Wettbewerb um die Billigroboter ist Teil des Ultra Affordable Educational Robot Projects und wurde vom African Robots Network (Afron) und der Robotics and Automation Society (RAS) des Ingenieursverbandes Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) ausgelobt. Er soll alle zwei Jahre ausgetragen werden. Der Wettbewerb 2013/14 war der zweite.

Der erste Wettbewerb 2011/12 hatte zum Ziel, einen Roboter für 10 US-Dollar zu bauen. Sieger wurde seinerzeit der Suckerbot, ein fahrender Roboter, der aus einem Billig-Game-Controller und zwei Lutschern bestand. Gebaut hatte ihn ein Robotiker von der Payap-Universität in Chiang Main in Thailand.

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