Wo soll der benötigte Strom herkommen?

Bernhard: "Wo sollen also die Unmengen an Strom für Ihre Elektroauto-Utopie herkommen, wenn Sie gleichzeitig noch alle Kohle- und Kernkraftwerke abschalten? Woher?"

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Eine Studie des Beratungsunternehmens McKinsey geht davon aus, dass sogar ein Marktanteil von 40 Prozent an Elektroautos, der in Deutschland für das Jahr 2050 angenommen wird, lediglich einen höheren Bedarf an Kraftwerkskapazität von vier Prozent zur Folge hat, was 20 Gigawatt entspricht. Die Studie geht davon aus, dass dieser zusätzliche Energiebedarf von etwa 40 Terawattstunden jährlich fast vollständig durch erneuerbare Energien wie Solaranlagen und Windräder gedeckt werden könnte.

Bernhard: "Selbst wenn der Strom für Ihre 10 Millionen E-Autos vorhanden wäre, müsste er auch erst mal bis zu den Ladesäulen kommen. Das bestehende Stromnetz ist nämlich überhaupt nicht in der Lage, eine solche Vielzahl an Ladesäulen mit ausreichend Starkstrom zu versorgen. Deshalb werden sich die örtlichen Stromversorger aus Sicherheitsgründen in vielen Fällen weigern müssen, die Anschlüsse überhaupt bereitzustellen."

Das Stromnetz bietet in den meisten Fällen ausreichend Reserven, um zusätzlich Elektroautos aufladen zu können. Falls dies nicht möglich ist, kann dies entweder über ein Lastmanagement oder eine Verstärkung des lokalen Stromnetzes erreicht werden. Dazu bereitet die Bundesregierung aktuell einen Gesetzentwurf zur sogenannten Spitzenglättung vor. Damit sollen Netzbetreiber die Möglichkeit haben, einzelne Verbraucher bei zu hoher Netzbelastung abzuschalten.

Sind Brände von Elektroautos gefährlicher?

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Bernhard: "Auch die Brandgefahr wird von Ihnen völlig ignoriert. Sogar die ausdrückliche Nachbesserungsforderung des Bundesrates dazu haben Sie grob fahrlässig einfach abgelehnt. Brennende Elektroautos lassen sich so gut wie nicht löschen. Daher geht die Feuerwehr auch dazu über, diese brennenden Autos komplett in Wassercontainer zu versenken."

Elektroautos stellen in Tiefgaragen tatsächlich eine besondere Brandgefahr dar, wenn der Akku brennt oder explodiert. Das ist aber längst nicht bei jedem Brand der Fall. Eine Selbstentzündung von Elektroautos in Tiefgaragen ist ebenfalls sehr selten. Generell ist die Brandlast nach Einschätzung von Feuerwehrexperten bei Verbrennern und Elektroautos weitgehend gleich. Die Brände seien "in der Regel löschbar", sagte der Münchner Branddirektor Peter Bachmeier Golem.de.

Dass die Feuerwehr dazu übergeht, brennende Elektroautos in Wassercontainer zu versenken, trifft nicht zu. In neuen Hinweisen (PDF) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) heißt es dazu: "Diese Methode sollte nur im gut begründeten Ausnahmefall angewandt werden. Die Vorhaltung spezieller Container bei den Feuerwehren ist meist nicht erforderlich. (...) Das präventive Versenken von Hybrid- und Elektrofahrzeugen in einem wassergefüllten Container wird nicht empfohlen."

Elektromobilität: Theorie und Praxis zur Ladeinfrastruktur (de-Fachwissen)

Der Bundesrat forderte übrigens Ausnahmen vom Gesetz, "bei der Versagung wegen brandschutzrechtlicher Erfordernisse durch die zuständige Bauaufsichtsbehörde". Dem entgegnete die Bundesregierung: Das Gesetz stelle klar, "dass bei der Errichtung eines Ladepunktes die gesetzlichen Mindestanforderungen an den Aufbau und den Betrieb von Ladepunkten zu beachten sind. Dazu gehören auch brandschutzrechtliche Vorschriften."

Bernhard: "Diese Lösung ist in Tiefgaragen ganz offensichtlich nicht umsetzbar. In der Folge besteht natürlich eine akute Brandgefahr für das ganze Gebäude, und wenn Sie dafür die Verantwortung übernehmen wollen, dann sehr gerne. Denken Sie mal an die Menschen!"

Da diese Lösung nicht empfohlen wird, sollte sie auch nicht in einer Tiefgarage angewandt werden. Die größte Gefahr für ein Gebäude geht davon aus, wenn mehrere Autos brennen und der Brand nicht schnell gelöscht werden kann. Nach Angaben Bachmeiers ist die sogenannte Brandlast durch Fahrzeugbrände in den vergangenen Jahren stark gestiegen. "Die Fahrzeuge wurden viel schwerer und ein erheblicher Teil davon besteht aus brennbaren Materialien. Wir gehen davon aus, dass sich die Energiefreisetzung in den letzten 15 Jahren etwa verdreifacht hat." Das ist jedoch unabhängig davon, ob es sich um einen Verbrenner oder ein Elektroauto handelt.

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 AfD und Elektroautos: "Herr, lass Hirn vom Himmel regnen!"Vernichtet Elektromobilität Arbeitsplätze? 
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LeeRoyWyt 02. Mär 2021

Sollte man nur besser kein Journalist sein, was? ^^ Oh man, this shit made my day. :D

Cerdo 25. Feb 2021

Du hast zwar recht, aber ich glaube die Wähler bestimmter Parteien bräuchten den Text...

Lukuko 24. Feb 2021

Wie wärs mal Beispielen für deine Aussagen. Nach meinen Wissen wollte MLK nur die...

smonkey 23. Feb 2021

Mit den 4,4 Mio. bezog ich mich auf die obige Rechnung: Die Fahrgemeinschaft swaren da...

PanicMan 23. Feb 2021

Unterschreibe ich hiermit!



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