AfD: Alice Weidel fällt auf KI-Fake eines Parteikollegen herein
Bei einer Rede am Wochenende empörte sich Alice Weidel noch über eine vermeintliche Pressemitteilung des Innenministeriums. Nun bittet die AfD-Parteichefin um Entschuldigung. Wie sich herausstellte, war sie einer mit ChatGPT erstellten Fälschung aus den Reihen ihrer eigenen Partei aufgesessen.
Weidel hatte bei einer Rede aus der vermeintlichen Pressemitteilung zitiert und sich über diese als "Schande" und "widerwärtig" empört. Hintergrund war ein tödlicher Angriff auf einen Polizisten(öffnet im neuen Fenster) in Mannheim am Freitag.
Weidel sagte, das Verbreiten der gefälschten Zitate tue ihr sehr leid. Man sei "bei der Recherche einem Fake aufgesessen" , schrieb sie auf X(öffnet im neuen Fenster) , wo sie zunächst auch den entsprechenden Ausschnitt aus ihrer Rede(öffnet im neuen Fenster) veröffentlichte.
Weidel entschuldigt sich teilweise
Der Text war von einem Mitglied des AfD-Landesverbandes Baden-Württemberg mit ChatGPT erstellt(öffnet im neuen Fenster) , auf X veröffentlicht und mit einem Wasserzeichen als Satire gekennzeichnet worden. Wie Weidel und ihr Team diesen Umstand übersehen konnten, erklärte die Parteivorsitzende nicht.
Im folgenden Satz ihrer Entschuldigung relativierte sie diese jedoch teilweise wieder. Der "Tenor" ihrer Aussage bleibe ungeachtet der KI-generierten Grundlage "dennoch richtig" . Dass die Pressemitteilung von einem anderen Mitglied der AfD erstellt worden war, ließ Weidel unerwähnt.
AfD verbreitete schon früher KI-generierte Inhalte
Es ist nicht das erste Mal, dass die AfD durch den Einsatz von KI-generierten Inhalten Stimmung machen will. Im vergangenen Jahr verbreiteten Parteimitglieder künstlich generierte, fotorealistisch anmutende Bilder , ohne diese klar als solche zu kennzeichnen.
Die Branche, die diese Technologien entwickelt, sieht deren Verwendung durch die in Teilen als gesichert rechtsextrem(öffnet im neuen Fenster) eingestufte Partei mit Sorge. Der Branchenverband Bitkom warnte, die AfD stehe " den Grundwerten und Zielen der deutschen Digitalwirtschaft in fast allen Feldern diametral entgegen " .
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