Ärger um Butterfly-Tastatur: US-Richter genehmigt Sammelklage gegen Apple

Seit 2015 bereitet die Butterfly-Tastatur Macbook-Nutzern Probleme. Jetzt hat ein US-Richter eine Sammelklage gegen Apple zugelassen.

Artikel veröffentlicht am , Manuel Bauer
Noch bis 2019 verkaufte Apple Macbook-Modelle mit Butterfly-Tastatur.
Noch bis 2019 verkaufte Apple Macbook-Modelle mit Butterfly-Tastatur. (Bild: Apple)

Apple steht in den USA eine Sammelklage wegen der zwischen 2015 und 2019 in vielen Macbook-Modellen verbauten Butterfly-Tastatur bevor. Wie The Verge berichtet, hat ein Richter am 8. März 2021 einen sogenannten Class Action Suit gegen den Hersteller genehmigt, nachdem bereits 2018 erstmals Klage in dieser Angelegenheit eingereicht wurde.

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Zur Beteiligung berechtigt sind US-Bürger aus den Bundesstaaten Kalifornien, New York, Florida, New Jersey, Illinois, Washington und Michigan. Das Verfahren berücksichtigt Macbooks der Baujahre 2015 bis 2017 und Macbook-Pro-Modelle aus den Jahren 2016 bis 2019 sowie Exemplare des Macbook Air, die zwischen 2018 und 2019 verkauft wurden.

Allen Geräten gemein ist die beanstandete Butterfly-Tastatur. Die reagiert nachweislich so empfindlich auf Verschmutzungen, dass selbst kleinste Staubpartikel zu hakenden Tasten und Fehleingaben führen. Trotz mehrerer Optimierungen, darunter die Integration einer Schutzmembran, bekam Apple das Problem nie in den Griff und kehrte 2020 zum alten Scherenmechanismus zurück.

Hat Apple bewusst defekte Geräte verkauft?

Grundlage der Sammelklage ist die Annahme, dass Apple die technischen Schwächen der Tastatur über Jahre hinweg bekanntwaren. Laut Anklage war dem Hersteller bewusst, dass auch die vorgenommenen Verbesserungen das grundlegende Problem nicht lösen würden. Die Kläger berufen sich dabei auf betriebsinterne Kommunikationsmitschnitte, in denen leitende Apple-Angestellte die irreparable Dysfunktionalität der Butterfly-Tastatur bestätigt haben sollen.

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Tatsächlich hatte Apple beim Launch der dritten Tastatur-Generation des beanstandeten Typs schon im Vorfeld darauf hingewiesen, dass es trotz Optimierungen weiterhin zu den bereits bekannten Problemen kommen könne. Mit dieser Haltung hat der Hersteller laut Anklage gegen mehrere Gesetze in unterschiedlichen Staaten verstoßen. Darunter das Recht auf Verbraucherschutz in Michigan und die Gesetze gegen unlauteren Wettbewerb in Kalifornien und Florida.

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Betroffene Macbook-Besitzer außerhalb der für die Sammelklage zugelassenen Staaten können den Prozess durch Beantwortung eines Fragebogens unterstützen. Apple hatte zuvor Einspruch gegen die Zulassung einer Sammelklage erhoben. Weil die Anklage beweisen konnte, dass wegen der zu knapp bemessenen Spielräume der einzelnen Tasten sämtliche Tastaturen von dem Problem betroffen sind, blieb der Einspruch erfolglos.

Jetzt droht eine Schadensersatzzahlung

Apple bot in den vergangenen Jahren mehrere Austauschprogramme für Macbooks mit Butterfly-Tastatur an. Da auch die Ersatzgeräte von dem Problem betroffen waren, brachte diese Maßnahme nicht den gewünschten Erfolg. Nun droht dem Unternehmen im schlimmsten Fall eine hohe Schadensersatzzahlung.

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