Adserver: OpenX soll bald keine Schadsoftware mehr verteilen können
Der Werbeserver OpenX (öffnet im neuen Fenster) wird seit einiger Zeit angegriffen, um Schadsoftware zu verteilen. Dabei erstellen die Angreifer einen Administrator-Account und platzieren über diesen Werbemittel mit schädlichen Inhalten. So werden Sicherheitslücken auf Rechnern von Besuchern ausgenutzt, um beispielsweise Trojaner und Ähnliches beim Nutzer zu installieren. Es gibt aber auch Social-Engineering-Angriffe mit dem Ziel, angebliche Anti-Virus-Software zu verkaufen.
Die Firma hinter dem Werbeserver geht nicht offen mit den Problemen um und hat bisher auf die Berichte von Sicherheitsforschern(öffnet im neuen Fenster) nicht reagiert, die zum Teil schon Ende März 2012 erschienen(öffnet im neuen Fenster) sind. Offenbar hat der Druck aber nun gereicht: Wie Sicherheitsexperte Brian Krebs erfahren hat(öffnet im neuen Fenster) , plant die Firma einen Sicherheitspatch und will auch bald in ihrem Blog über die Problematik informieren.
Der Patch soll eine gefährliche Cross-site-request-forgery-Schwachstelle (CSRF) beseitigen. Kriminelle haben mit Hilfe dieser Lücke Administratorenzugänge geschaffen. Interessanterweise sollen die Probleme durch eingeblendete Werbung von OpenX selbst entstanden sein. Beim Anmelden beim OpenX-Server wird ein Banner von OpenX direkt eingeblendet. Der Werbeserver mit der Eigenwerbung, der diese an die Administratoren der OpenX-Werbeserver ausliefert, ist offenbar gehackt worden und erreicht so zahlreiche Administratoren und ihre OpenX-Server bereits beim Einloggen mit einem manipulierten Werbemittel.
Krebs konnte mit den Verantwortlichen bei OpenX ein Gespräch führen, die aber keine Details zur Attacke offenbaren wollten. Sie gaben aber immerhin zu, dass es diese CSRF-Schwachstelle gibt.
Einen Patch soll es nächste Woche, möglicherweise am Montag oder Dienstag geben. Zwischenzeitlich ist ein Blogpost bei OpenX erschienen(öffnet im neuen Fenster) , das Betroffenen erklärt, wie ein Hack erkannt wird und wie die Probleme zumindest abgeschwächt werden.
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