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Adreno: Aktuelle Qualcomm-GPUs bekommen freien Treiber

Für die 500er-Reihe von Qualcomms Adreno-GPUs stehen erste Patches für einen freien Linux-Treiber bereit. Der Code umfasst Kernel- und Userspace und stammt teilweise von Qualcomm selbst. Android-Updates könnten damit künftig wesentlich einfacher werden.

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Ein Entwickler-Sample von Qualcomm mit Snapdragon 821.
Ein Entwickler-Sample von Qualcomm mit Snapdragon 821. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Der Entwickler Jordan Crouse hat Patches für den Linux-Kernel veröffentlicht, welche die Grafikunterstützung für die 500er-Reihe von Qualcomms Adreno-GPUs implementieren. Die GPUs dieser Adreno-Generation werden von Qualcomm in den aktuellen Snapdragon SoCs verbaut. Dazu gehören unter anderem die derzeit verfügbaren Topmodelle Snapdragon 820 und 821, die etwa in Googles Pixel-Smartphones oder auch im Oneplus 3T zum Einsatz kommen.

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Crouse arbeitet seit einigen Jahren an den Kernelkomponenten des Grafiktreibers der Qualcomm-SoCs und schreibt in der Ankündigung, dass die GPU-Unterstützung selbst nur wenig interessant sei, sofern sich damit nicht einmal ein Dreieck zeichnen lasse. Der Red-Hat-Entwickler Rob Clark, der auch der Begründer des freien Adreno-Treibers Freedreno ist, hat deshalb parallel zu den Arbeiten von Crouse die Userspace-Komponenten umgesetzt.

Clark wiederum schreibt, dass er die wichtigsten Grundlagen für die 3D-Grafikbibliothek Mesa bereits umgesetzt und auf einem Entwicklerboard mit Snapdragon 820 getestet habe. Clark hatte vor zwei Jahren erstmals einen Freedreno-Treiber präsentiert, der mehr Funktionen bietet, als sein proprietäres Pendant. Ungefähr zur gleichen Zeit haben Qualcomm-Angestellte damit begonnen, aktiv zu dem MSM genannten Kernel-Treiber beizutragen, dessen Entwicklung Clark ebenfalls initiiert hatte.

Proprietäre Treiber verhindern Android-Upgrades

Der wohl wichtigste Grund dafür, dass Android-Smartphones vergleichsweise selten Updates und Versionsupgrades erhalten, sind die proprietären Treiber der Hardware-Hersteller. Diese verhindern schlicht einfache Updates des Linux-Kernels und damit auch der Android-Versionen. Das betrifft selbst die Pixel-Smartphones von Google, die deshalb nur zwei Jahre lang Upgrades erhalten sollen.

Mit den von der Kernel-Community gepflegten freien Treibern gibt es dieses Problem nicht. Bisher beteiligt sich aber keiner der wichtigen Hersteller von ARM-SoCs in Android-Geräten aktiv an der Entwicklung des Linux-Kernels. Die einzige Ausnahme ist Nvidia, das den SoC für das Pixel-C-Tablet geliefert hat und einen proprietären Userspace-Treiber benutzt.

Auch das auf Android aufbauende IoT-Betriebssystem Brillo von Google soll ausschließlich auf freie Treiber setzen, um langfristig die Sicherheit der Geräte zu gewährleisten. Für sein ChromeOS zwingt Google seine Hardware-Partner ebenso zu freien Treibern.



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Häxler 30. Nov 2016

https://source.codeaurora.org/quic/la/kernel/msm-3.10/commit/drivers/gpu/msm?h=LA.BR.1.2...

NeoCronos 30. Nov 2016

die Mitarbeiter von Qualcomm entwickeln mit wenn ich das richtig lese, ob in ihrer...

Gormenghast 30. Nov 2016

Meist wird aus einer gemeinsamen Quelle das BLOB für die einzelnen Varianten erstellt...

DanK 30. Nov 2016

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