Adoptable Storage: Galaxy S7 kann doch SD-Karten als internen Speicher nutzen

Mit einem Trick lassen sich bei Samsungs neuen Galaxy-S7-Smartphones Micro-SD-Karten doch wie interner Speicher verwenden - nach einer Formatierung über die Android Debug Bridge. Allerdings bringt das die Speicheranzeigen der Smartphones etwas durcheinander.

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Das Galaxy S7 und das Galaxy S7 Edge können externe Speicherkarten mit Hilfe eines Tricks wie internen Speicher behandeln.
Das Galaxy S7 und das Galaxy S7 Edge können externe Speicherkarten mit Hilfe eines Tricks wie internen Speicher behandeln. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Samsungs neue Smartphones Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge haben, anders als ihre beiden direkten Vorgänger, wieder einen Speicherkartensteckplatz - das ist zwar eine gute Nachricht. Nach den ersten Tests zeigte sich aber: Anders als bei purem Android 6.0 lassen sich externe Speicherkarten nicht so in das System einbinden, dass es wie der fest installierte Hauptspeicher behandelt wird.

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Dadurch können Nutzer ihre Micro-SD-Karten zwar für Fotos, Musik oder ausgelagerte Apps nutzen - als interner Speicher werden diese jedoch nicht erkannt. Als nachträgliche, echte Vergrößerung des Flash-Speichers dienen die Speicherkarten in den neuen Galaxy-Modellen also nicht. Dabei wäre dies durchaus nötig bei nur 20 GByte frei verfügbarem Speicher.

  • Links das Galaxy S7, rechts das Galaxy S7 Edge (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Galaxy S7 Edge hat wieder abgerundete Displayränder und ist diesmal größer als das Galaxy S7. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Vom Design her sind die neuen Galaxy-Modelle den Vorgängern sehr ähnlich. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Edge-Ränder bieten mit Edge UX wieder per Wischbewegung zu öffnende Leisten mit Informationen oder Hilfsmitteln - wie hier ein Lineal. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch Nachrichten lassen sich auf der Seitenleiste anzeigen - aktuell stehen aber keine deutschen Nachrichtenquellen zur Verfügung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Kamera der beiden neuen Galaxy-Modelle hat Samsung neu entwickelt. Sie hat jetzt 12 Megapixel und macht besonders im Dunkeln gute Bilder. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Galaxy S7 Edge und das Galaxy S7 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge mit den Vorgängern: links das Galaxy S6, rechts das Galaxy S6 Edge (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Kamerabeule hat Samsung bei den neuen Geräten auf 0,46 mm reduziert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Galaxy S7 und das Galaxy S7 Edge sind nach IP68 vor Wasser und Staub geschützt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Eine mit dem Galaxy S7 Edge gemachte Nachtaufnahme (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die gleiche Szene mit dem Galaxy S6 Edge aufgenommen (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • In den vergrößerten Details ist zu erkennen, dass die Schatten beim Galaxy S7 Edge besser ausgeleuchtet sind, ... (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • ... und es weniger Artefakte gibt als beim Galaxy S6 Edge. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Eine Tageslichtsituation, mit dem Galaxy S7 Edge aufgenommen (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das gleiche Motiv, fotografiert mit dem Galaxy S6 Edge (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Hier zeigt die Vergrößerung beim Galaxy S7 Edge, dass die Kanten deutlich stärker geschärft sind als beim ...
  • ... Galaxy S6 Edge, weshalb der Bildeindruck hier - bei starker Vergrößerung - feiner ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Links das Galaxy S7, rechts das Galaxy S7 Edge (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Paul O'Brien von Modaco hat allerdings einen Trick gefunden, wie sich externe Speicherkarten im Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge doch wie interner Speicher einbinden lassen. Dafür muss die Speicherkarte über die Android Debug Bridge (ADB) neu partitioniert werden.

Formatieren über ADB

Mit Hilfe des ADB-Shell-Befehls "sm partition" lässt sich die externe Speicherkarte so formatieren, dass sie anschließend vom Galaxy-Smartphone als interner Speicher erkannt und behandelt wird. Mit "sm list-disks" müssen Nutzer zunächst die Nummer der Speicherkarte ermitteln - in unserem Fall wird die Karte als disk:179,0 erkannt.

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Das Kommando "sm partition disk:179,0 private" formatiert anschließend; dann wird der komplette Speicherplatz der Karte als interner Speicher erkannt, die bisherigen Daten werden gelöscht. Nutzen wir statt "private" den Zusatz "mixed 50", bleibt hingegen die Hälfte des Speichers als externe Karte im System.

Die Speicheranzeige ist überfordert

Die Speicheranzeige in den Einstellungen des Galaxy-S7-Smartphones kommt mit der neuen Speicheraufteilung nicht zurecht: Als Gesamtspeicher werden uns nach Einbindung der Karte 64 GByte verfügbarer Speicher angezeigt - obwohl es nur die internen 32 GByte plus die 1 GByte unserer externen Karte sind.

In den Speicherdetails finden wir aber die korrekten Werte des Gerätespeichers und der SD-Karte. Diese ist immer noch gesondert aufgeführt, wird aber nicht mehr als "mobiler Speicher" bezeichnet. Verwendet wird sie jetzt wie der fest verbaute Speicher.

In anderen Smartphones lässt sich eine derart formatierte SD-Karte nicht mehr verwenden. Mit dem Befehl "sm partition disk:179,0 public" lässt sich die Karte wieder in den externen Modus formatieren - auch hierbei gehen aber wieder alle Daten verloren.

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