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Adobes CFF Engine: Bessere Schriftdarstellung für Android, iOS und Linux

Mit der Freigabe der CFF-Engine (Compact Font Format) von Adobe für die Nutzung mit Freetype soll die Schriftendarstellung in Android, iOS und Linux deutlich verbessert werden.
/ Jörg Thoma
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Adobes CCF-Engine (Bild: Adobe)
Adobes CCF-Engine Bild: Adobe

Adobe hat in Kooperation mit Google(öffnet im neuen Fenster) eine Font-Engine für das Compact Font Format (CFF) als Open Source freigegeben. Sie lässt sich künftig mit Freetype nutzen und so die Schriften unter Android, iOS, Linux und Unix deutlich besser darstellen als die bislang gängigen True Type Fonts, die von Apple entwickelt wurden. Adobes CFF-Engine soll ebenfalls besser arbeiten als die Standard-CFF-Engine oder der Light Hint Rasterizer, die bereits in Freetype verwendet werden.

Das Compact Font Format wurde von Adobe als Nachfolger der Type-1-Schriftarten entwickelt(öffnet im neuen Fenster) und trägt auch die Bezeichnung Type 2. Im Unterschied zu den True-Typ-Schriften kümmert sich bei den CFF-Fonts eine Rasterizer-Engine vornehmlich um das Rendern der Schriften. CFF bietet besseres Hinting, sprich eine höhere Lesbarkeit der Schriften bei niedrigen Auflösungen mit einer ungenügenden Anzahl von Pixeln. Gleichzeitig werden die Kurven in einzelnen Buchstaben besser dargestellt. Da True Type Fonts zusätzliche Informationen zur Darstellung beinhalten, die bei CCF-Fonts die Rasterizer-Engine übernimmt, benötigen CCF-Fonts auch weniger Speicher.

Diese Engine hat Adobe nun freigegeben und für die Verwendung mit Freetype angepasst, einer Programmbibliothek, die Computerschriften als Rastergrafiken darstellt. Von Adobes CFF-Engine sollen neben Android und Chrome OS auch iOS und Linux-Betriebssysteme sowie Unix-artige Systeme wie FreeBSD und NetBSD profitieren.

Auf Desktopsystemen sind CFF-Fonts mittlerweile weit verbreitet. Die meisten mobilen Betriebssysteme setzen jedoch weiterhin auf True Type Fonts, die auch auf Webseiten vornehmlich zum Einsatz kommen.

Noch ist der in Freetype eingepflegte Code(öffnet im neuen Fenster) in der Betaphase. Interessierte müssen die Programmbibliothek selbst kompilieren und dabei CFF explizit aktivieren. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis CFF auf allen Plattformen standardmäßig integriert ist.

Adobe bietet zwei CFF-Fonts ebenfalls unter einer Open-Source-Lizenz an: Source Sans(öffnet im neuen Fenster) und Source Code(öffnet im neuen Fenster) .


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