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Adobe: Mit dem Shockwave-Player ist bald Schluss

Der Shockwave-Player von Adobe gehörte zu den vielen lästigen Plugins, die im vergangenen Jahrzehnt in so manchem Browser installiert wurden. Bekannt dürfte Shockwave den meisten durch die ewigen Meldungen von Sicherheitslücken sein. Doch Golem.de hat damals auch 3D-Shooter im Netzwerk damit gespielt.

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Rasterwerks Phosphor lief dank Shockwave in einem Browser.
Rasterwerks Phosphor lief dank Shockwave in einem Browser. (Bild: Screenshot Golem.de)

Adobe beendet bald den Support für den Shockwave-Player. Adobe hatte das Authoring-Werkzeug bereits vor zwei Jahren eingestellt. Laut Adobe ist die Notwendigkeit von Shockwave nicht mehr gegeben. Andere Webtechniken wie HTML Canvas oder Web GL haben Shockwave überflüssig gemacht. Ursprünglich hatte Adobe die Technik mit der Einverleibung von Macromedia übernommen.

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Wer sich also Shockwave-Inhalte nochmal anschauen möchte, der sollte in den nächsten drei Wochen seine Bookmark-Sammlung durchstöbern und schauen, welche Links aus der damaligen Hochzeit des Players noch funktionieren.

3D-Shooter im Browser

Der Shockwave-Player war durchaus für ein paar interessante Entwicklungen, abseits der häufig zu schließenden Sicherheitslücken, bekannt. So gelang es Rasterwerks vor 14 Jahren, eine Technologie-Demo eines 3D-Shooters in Shockwave zu realisieren. Das Spiel Phosphor war nur 3 MByte groß und zeigte prinzipiell, was damals im Browser dank des Shockwave-Plugins möglich war. Zumal das Spiel auch auf einem Mac und in Browsern wie Firefox, Internet Explorer und Opera funktionierte.

Die erste Beta konnten wir dann schon mit einem Netzwerkmodus testen, da die Entwickler es schafften, eine Client-Server-Architektur in das Spiel zu integrieren. Die Beta 2 des Spiels gibt es anscheinend noch auf der Rasterwerks-Webseite. Wir können das jedoch mangels Shockwave-Installation nicht ausprobieren.

Zu der Zeit entwickelte sich auch schon erste, pluginfreie Konkurrenz. Eine schöne Demo zeigte etwa eine 3D-Umgebung mit Hilfe von CSS und Javascript. Das geschah zu einem Zeitpunkt, als die Trennung von HTML und CSS immer populärer wurde.

Im Laufe der folgenden Jahre wurde Shockwave durchaus eine interessante Plattform für Spiele, die im Browser laufen sollten. Der Vorteil: Es brauchte keine Spielerechner und keine Installation. Stattdessen konnten die Anwender einfach loszocken.

In den vergangenen Jahren ist der Shockwave-Player zunehmend in Vergessenheit geraten. Für das Web hatte er nie die essenziellen Funktionen, die etwa der Flashplayer bot und so manche Inhalteplattform erst populär machte. Am 9. April 2019 ist dann endgültig Schluss mit einem Stück Internetgeschichte. Nur Firmenkunden bekommen noch eine längere Gnadenfrist bis zum Auslaufen ihres Vertrages. Das kann bis ins Jahr 2022 dauern.

Das nächste, ehemals im Web große Plugin, das eingestellt wird, ist dann der Flash Player. Dieser wird voraussichtlich 2020 aus der Unterstützungsliste gestrichen. Ein genaues Datum steht noch nicht fest. Die Zeit der relevanten Browser-Plugins dürfte dann endgültig vorbei sein. Zu Hochzeiten musste der Anwender ständig seinem Browser zusätzliche Fähigkeiten beibringen. Microsoft versuchte, Silverlight zu forcieren, was allerdings nicht so recht gelang. Real hingegen gelang es, mit seinem Realplayer in vielen Browsern präsent zu sein. Vor allem die Musikindustrie sorgte mit der Abneigung für das MP3-Format dafür, dass sich der Player lange halten konnte. Auch der Realplayer war für Sicherheitslücken bekannt. Den Realplayer gibt es übrigens, genauso wie Silverlight, noch.



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schipplock 13. Mär 2019

richtig. Hier wurde Shockwave vielleicht mit Flash verwechselt :).

Kakiss 13. Mär 2019

Oh was habe ich mich damals schon als Vorpubertärer darüber aufgeregt, warum ich da jetzt...


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