Adobe Max 2019: Photoshop und Illustrator für unterwegs

Adobe hat die iPad-Version seiner Bildbearbeitungssoftware Photoshop veröffentlicht. Sie enthält nicht den kompletten Funktionsumfang der Desktopanwendung und soll sich unter anderem an Einsteiger richten. Auch eine Kamera-App und eine Mobilversion von Illustrator sind in Entwicklung.

Artikel veröffentlicht am , Martin Wolf
Adobe hat auf den Mobilplattformen einiges aufzuholen.
Adobe hat auf den Mobilplattformen einiges aufzuholen. (Bild: Adobe/Montage: Golem.de)

"Kreativität ist überall" - so lautet der Werbespruch für iPad-Photoshop. Die App enthält viele Kernfunktionen für die Retusche wie Ebenenbearbeitung mit Masken, Filter und Freistellungswerkzeuge. Die Bedienung ist auf Finger und Stift ausgelegt, in einer uns gezeigten Demo funktionierte das sehr gut. Die Benutzeroberfläche wirkt aufgeräumt und funktional. Praktisch ist ein frei positionierbares Touch-Feld, das kontextbezogene Aktionen ermöglicht. Wer also mit der rechten Hand und dem Apple-Pen malt, kann beispielsweise mit dem linken Daumen das Feld halten, um zum Radiergummi zu wechseln. Die mit Photoshop auf dem iPad erzeugten .psd-Dateien sind plattformübergreifend kompatibel, die App kann auch sehr große Dateien mit vielen Ebenen verarbeiten.

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Trotzdem: Photoshop ist nicht gleich Photoshop. Einige der fehlenden Funktionen sind RAW-Bearbeitung, Smart Objects und Ebenenstile. Adobe hat jedoch angekündigt, die App nach und nach zu erweitern - und sie auf anderen Plattformen verfügbar zu machen. Ein Unternehmenssprecher sagte Golem.de, Photoshop sowie weitere Adobe-Produkte würden derzeit für Microsofts Surface mit Windows on Arm entwickelt. Ob es sich dabei um die App oder die Vollversion handelt, wurde offengelassen. Ebenfalls ohne Veröffentlichungsdatum wurde eine Photoshop-Kamera-App angekündigt. Sie soll eine von Influencern und Popstars kuratierte Bibliothek von Smart-Filtern enthalten, die das aufgenommene Bild in Echtzeit verändern.

Photoshop für iPad ist ab sofort für iOS 13.1 erhältlich und wird Teil des Abomodells von Adobe sein. Der Einzelpreis beträgt 10 US-Dollar pro Monat. Die ersten 30 Tage sind zu Testzwecken gratis.

Wer auch mit Illustrator auf dem iPad arbeiten möchte, wird sich hingegen noch ein wenig gedulden müssen. Auf der Messe wurde eine erste Betaversion gezeigt - erscheinen soll die App im kommenden Jahr. Auch hier kündigt Adobe volle Kompatibilität und die Kernfunktionen des Desktopprogramms an, ohne ins Detail zu gehen. In der Demo waren neben Ebenen und Vektorwerkzeugen auch an Touch angepasste Bedienungskonzepte zu sehen. So werden kontextsensitive Werkzeuge oder die Farbpalette eingeblendet, wenn man länger auf ein Objekt klickt. Auch praktisch: Mit radialer Wiederholung lassen sich Kopien von Objekten sehr einfach symmetrisch anordnen.

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Beide Apps müssen sich auf dem iPad starker Konkurrenz stellen. Programme wie Affinity Photo und Affinity Designer sind nahezu funktional identisch mit ihren Desktoppendants. Adobe hat also in den kommenden Jahren auf den Mobilplattformen einiges aufzuholen.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Adobe an der Adobe Max in Los Angeles teilgenommen. Die Reisekosten wurden zur Gänze von Adobe übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.

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User_x 06. Nov 2019

des Affinity Zeuchs da soll auf nem iPad tadellos laufen...

heikom36 04. Nov 2019

....wenn die endlich mal für Linux eine Version herausbringen würden. Ich will weg von...

GourmetZocker 04. Nov 2019

Ich bin seit einem Jahr auf Produkte von Affinity gewechselt und nich zusätzlich auf...


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