Adobe Flash: Chrome übernimmt Plugin unter Linux
Google hat sich die Erlaubnis von Adobe eingeholt, den Flash-Player als Plugin in seinem Browser zu integrieren und zu pflegen. Da Adobe selbst die Entwicklung des Flash-Players für Linux einstellt, werden Linux-Anwender künftig Googles Browser verwenden müssen, wenn sie aktuelle Versionen des Multimedia-Players nutzen wollen.
Mit Chrome 20, das vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde, übernimmt erstmals Google die Weiterentwicklung des Flash-Plugins, das über die Chrome-Schnittstelle PPAPI alias Pepper eingebunden ist.
Adobe hatte Mitte Februar 2012 seine Pläne für die Weiterentwicklung publik gemacht. Der Flash Player 11.2 ist der letzte, den Adobe für Linux bereitstellt.
In Chromium, seinem Open-Source-Pendant, lässt sich das Flash-Plugin ebenfalls nutzen(öffnet im neuen Fenster). Ob und welche Distributionen eine solche Chromium-Version anbieten, steht noch nicht fest.
Mehrere Projekte versuchen seit längerem, einen freien Flash Player nachzubauen, darunter das Gnash-Projekt und Lightspark.
Neben zahlreichen Bugfixes ist die einzige Neuerung in Chrome 20 die Funktion Chrome to Mobile(öffnet im neuen Fenster). Meldet sich ein Nutzer an mehreren Chrome-Geräten mit dem gleichen Google-Konto an, kann er im Browser geöffnete Webseiten auf ein anderes Gerät schicken.
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