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Adobe Firefly: Adobes KI kostet jetzt Credits

KI-Bildgenerierung ist nun offiziell in Photoshop integriert, kann kommerziell genutzt werden und führt zu einer Preiserhöhung.
/ Martin Wolf
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Firefly ist Adobes Marke für generative KI. (Bild: Adobe)
Firefly ist Adobes Marke für generative KI. Bild: Adobe

Nachdem Adobe seine Firefly genannten KI-Werkzeuge über die vergangenen Monate in der Beta-Phase durch die Anwenderschaft testen ließ, sind die Funktionen nun in den neuen Versionen der Grafikprogramme angekommen.

So lässt sich in der Version 25(öffnet im neuen Fenster) von Photoshop der Hintergrund gegen ein im Programm selbst generiertes Bild austauschen, bei Anpassungen des Seitenverhältnisses kann der vorhandene Bildinhalt erweitert werden.

In der Videobearbeitungssoftware Premiere Pro hilft die KI bei der Beseitigung von Störgeräuschen in den Tonspuren; die Nachbearbeitung in After Effects wird durch einfachere Rotoskopie unterstützt.

KI-Bilder für Credits

Die Bildgenerierung per Texteingabe geschieht weiterhin auf der Firefly-Seite(öffnet im neuen Fenster) , kann aber auch über die Web-App Adobe Express in derzeit mehr als 100 Sprachen erfolgen. Im Gegensatz zur Beta-Phase sind die Ergebnisse jetzt zur kommerziellen Nutzung freigegeben. Pro generiertem Inhalt berechnet Adobe ab sofort sogenannte Generative Credits.

Wer bereits ein Abonnement mit allen Adobe-Programmen besitzt, hat ab 1.11.2023 1.000 dieser Credits pro Monat zur Verfügung. Nach deren Verbrauch werden neue Bildanfragen langsamer abgearbeitet. Im preiswerteren Abo für Bildbearbeitungsprogramme(öffnet im neuen Fenster) sind lediglich 250 Credits enthalten. Wer kostenlose Adobe-Software wie Express(öffnet im neuen Fenster) benutzt, bekommt 25 Credits.

Mit den neuen Funktionen hat Adobe auch eine Preissteigerung für seine Creative Suite angekündigt(öffnet im neuen Fenster) , die je nach Abo bis zu 7,50 Dollar pro Monat betragen kann. Allerdings liegen bislang noch keine Euro-Preise vor. Nicht betroffen sind Bildungslizenzen, das Foto-Abo mit Lightroom und Photoshop sowie Adobe Express.

Adobe sieht sich mit seinen neuen KI-Funktionen vor allem dadurch im Vorteil, dass die generierten Bilder rechtssicher sind. Die Modelle für die Bildgenerierung wurden unter anderem mit den hauseigenen Stock-Bibliotheken trainiert, die 355 Millionen Bilder enthalten. Die Kreativen, die diese Inhalte erstellt haben, wurden mit einer Sonderzahlung kompensiert.

Kennzeichnung für KI-Inhalte

In einem Gespräch mit Golem.de äußerte ein Konzernvertreter(öffnet im neuen Fenster) sich zuversichtlich, dass das ein entscheidender Vorteil gegenüber der Konkurrenz wie Midjourney oder Stable Diffusion sei. Er sehe die kommenden Umwälzungen durch KI-Inhalte als ähnlich gravierend für Photoshop an wie die Einführung des ebenenbasierten Arbeitens in den 1990er Jahren.

Ein weiterer Baustein für vertrauenswürdige Bildgenerierung ist für Adobe die bereits vor einigen Jahren gestartete Content Authenticity Initiative . Sie soll Veränderungen im Bild und neu erschaffene Bildinhalte kennzeichnen.

Pläne für eine Offline-Version der neuen KI-Werkzeuge in Photoshop gibt es derzeit nicht.


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