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Adobe DNG: Digitales Negativ mit verlustbehafteter Kompression

Adobe hat die Spezifikationen seines digitalen Negativ-Bildformats DNG um eine verlustbehaftete Variante von Rohdaten erweitert. Außerdem können Ausschnitte und HDRs darin gespeichert werden.
/ Andreas Donath
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Das DNG-Format wird aufgewertet. (Bild: Adobe)
Das DNG-Format wird aufgewertet. Bild: Adobe

Adobes Rohdatenformat DNG (digital Negative) hat gegenüber proprietären Rohdaten aus Digitalkameras den Vorteil, dass die meisten professionellen Bildbearbeitungsprogramme sie öffnen können. Es eignet sich besonders zur Langzeitarchivierung der Bilder. Leider sind die Dateien auch sehr groß, da sie unkomprimiert sind. Das soll sich mit der DNG-Version 1.4(öffnet im neuen Fenster) ändern, die Adobe jetzt vorgestellt hat.

Die sogenannte "Lossy DNG Option" ist ein Mittelweg zwischen JPEG und dem normalen Rohdatenbild. So sind zum Beispiel Rohdaten einer Canon EOS 5D Mark II etwa 25 MByte groß, während JPEGs etwa 6 MByte Speicherplatz beanspruchen. Lossy DNG ermöglicht dank einer verlustbehafteten Kompression kleinere Bilddateien, der Fotograf kann jedoch wie bei normalen Rohdaten auch im Nachhinein noch den Weißabgleich ändern. Die Komprimierung basiert auf JPEG. Die komprimierten DNGs benötigen nur noch rund ein Drittel des normalen Speicherplatzes.

Darüber hinaus hat Adobe mit den DNG Proxies eine Möglichkeit entwickelt, DNGs zu erzeugen, die eine geringere Auflösung enthalten. Dadurch sollen die Dateien leichter nutz- und übertragbar sein.

In der V1.4-Spezifikation sind Transparenzen vorgesehen. Außerdem lassen sich HDRs mit bis zu 32 Bit Farbtiefe pro Kanal speichern.

Es gibt derzeit weder Kameras noch Software, die DNG 1.4 unterstützen. Doch das könnte sich zumindest bei Adobe durch ein Update von Photoshop und Lightroom bald ändern. Das DNG-Format stellte Adobe erstmals im Jahr 2004 vor. Anwender können damit ausschließen, dass die bisher verwendeten zahlreichen Rohdaten-Dateiformate nach einiger Zeit von Softwareentwicklern nicht mehr unterstützt werden. Mit DNG(öffnet im neuen Fenster) erhalten sie langfristig die Kontrolle über ihre Bilder.


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