Adobe: Die Flash-Ära endet 2020

Adobe kündigt das Ende von Flash an. In drei Jahren wird es keine Fixes und Sicherheitsupdates für das Browser-Plugin mehr geben, von dem sich viele längst verabschiedet haben.

Artikel veröffentlicht am , Hanno Böck
2020 ist endgültig Schluss: Adobe kündigte jetzt das Ende von Flash an.
2020 ist endgültig Schluss: Adobe kündigte jetzt das Ende von Flash an. (Bild: Adobe)

Das Flash-Browser-Plugin ist wohl bald Geschichte. Adobe hat angekündigt, die Unterstützung dafür im Jahr 2020 einzustellen. In einer Mitteilung schreibt Adobe, dass Standards wie HTML5, WebGL und Webassembly inzwischen in der Lage seien, die Funktionen von Browser-Plugins zu ersetzen.

Stellenmarkt
  1. IT Systembetreuer/IT-Administra- tor, Software-Paketierung (w/m/d)
    SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Bruchsal
  2. Data & Analytics Architecture Professional (m/w/d)
    Schaeffler AG, Nürnberg
Detailsuche

Flash wurde in den 90er Jahren entwickelt und ermöglichte Funktionen im Browser, die damals die Fähigkeiten von HTML übertrafen. Aufwendige Animationen und Videos im Browser waren lange Zeit nur mit dem Plugin möglich. Doch schon immer gab es auch Kritik an Flash.

Viele Nutzer störten sich daran, dass Flash nicht wie andere Web-Technologien in offenen Standardisierungsgremien entwickelt wurde. Die Flash-Technologie wurde beispielsweise nie als RFC niedergeschrieben. Es gab zwar alternative Implementierungen, diese erreichten aber nie den Funktionsumfang des Original-Plugins. Das störte vor allem Verfechter freier Software, da Flash es erforderte, ein proprietäres Plugin zu installieren.

Viele Sicherheitslücken in Flash

In den vergangenen Jahren wurde Flash vor allem als Sicherheitsrisiko kritisiert. Regelmäßig wurden unzählige Sicherheitslücken in der Software gefunden, viele davon sehr schwerwiegend. Dabei kümmerte sich Adobe kaum noch um die Sicherheit. Zwar wurden Sicherheitslücken weiterhin behoben, doch nahezu alle Lücken wurden von externen Sicherheitsforschern gemeldet. Besonders engagiert im Finden von Flash-Sicherheitslücken war Natalie Silvanovich von Googles Project Zero.

Golem Akademie
  1. Linux-Systeme absichern und härten
    8.-10. November 2021, online
  2. Microsoft 365 Security Workshop
    27.-29. Oktober 2021, Online
  3. IT-Sicherheit für Webentwickler
    2.-3. November 2021, online
Weitere IT-Trainings

Das Ende von Flash kommt nicht überraschend. Adobes eigene Produkte erstellen inzwischen standardmäßig keine Flash-Dateien mehr. Die Entwickler der Browser Chrome und Edge haben bereits angekündigt, schrittweise die Nutzung von Flash einzuschränken. Nutzer, die auf Sicherheit Wert legen, haben Flash sowieso schon lange entfernt oder blockiert.

Webseiten, die Flash benötigen, gibt es immer weniger. In Deutschland war lange Spiegel Online dafür bekannt, Flash für einzelne Videos vorauszusetzen. Doch auch dort findet man inzwischen keine Flash-Videos mehr. Fernsehsender tun sich häufig schwer mit der Umstellung - so sendet BBC beispielsweise seinen Livestream noch via Flash. Weitere Beispiele für Seiten, die Flash benötigen, sammelt die Seite Flash Offenders.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Sammie 29. Jul 2017

Naja "kann kein Flash".. und "will kein Flash" sind halt zwei paar Schuhe. Fakt ist, dass...

crazypsycho 27. Jul 2017

HLS ist auch ein proprietäres Format von Apple. Dash nutzen wir auch, gibt an sich keine...

Squirrelchen 27. Jul 2017

Der Hintergrund ist hier wie immer in Unternehmen... "Es funktioniert doch, hier hast du...

Nachtschatten 26. Jul 2017

Malware kann auch über Werbung komme

vbot 26. Jul 2017

Du warst people's choice, du warst mein choice! Danke für alles, Flash!



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Datenleck
Daten von 106 Millionen Thailand-Reisenden geleakt

In einer ungeschützten Datenbank fanden sich die Daten der Thailand-Reisenden aus den letzten zehn Jahren - inklusive Reisepassnummern.

Datenleck: Daten von 106 Millionen Thailand-Reisenden geleakt
Artikel
  1. Laserbeamer: Xiaomis Kurzdistanzprojektor kostet unter 1.500 Euro
    Laserbeamer
    Xiaomis Kurzdistanzprojektor kostet unter 1.500 Euro

    Der Fengmi R1 kann aus der Nähe Bilder von 50 bis 200 Zoll aufspannen und kostet relativ wenig. Dafür macht er bei der Auflösung Abstriche.

  2. Online-Shopping: Ebay Kleinanzeigen führt SMS-Verifizierung ein
    Online-Shopping
    Ebay Kleinanzeigen führt SMS-Verifizierung ein

    Wie angekündigt, beginnt Ebay Kleinanzeigen mit der Abfrage von Rufnummern. Zu Beginn ist es optional, schon bald wird es Pflicht.

  3. WLAN und 6 GHz: Was bringt Wi-Fi 6E?
    WLAN und 6 GHz
    Was bringt Wi-Fi 6E?

    Der Standard Wi-Fi 6E erweitert WLAN das erste Mal seit Jahren um ein neues Frequenzband. Das hat viele Vorteile und ein paar Nachteile.
    Von Oliver Nickel

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Asus 23,8" FHD 144Hz 166,90€ • PS5 bei Amazon zu gewinnen • Gaming-PC mit Ryzen 5 & RTX 3060 999€ • Corsair MP600 Pro 1TB mit Heatspreader PS5-kompatibel 162,90€ • Alternate (u. a. Asus WLAN-Adapter PCIe 24,90€) • MM-Prospekt (u. a. Asus TUF 17" i5 RTX 3050 1.099€) [Werbung]
    •  /