Adevinta: Ebay verkauft Kleinanzeigenmarkt für 9,2 Milliarden Dollar

Ebay verkauft sein Online-Kleinanzeigengeschäft für 9,2 Milliarden US-Dollar an den norwegischen Konkurrenten Adevinta. Das gab das Unternehmen am 21. Juli 2020 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Ebay erhält 2,5 Milliarden US-Dollar und 540 Millionen Aktien des norwegischen Unternehmens. Die Aktie von Adevinta stieg um 39 Prozent.
Der Vertrag bringt Ebay 44 Prozent der Aktien und 33,3 Prozent der Stimmrechte an dem neuen Unternehmen. Damit wird Ebay der größte Anteilseigner von Adevinta. Die Transaktion wird voraussichtlich erst im ersten Quartal 2021 abgeschlossen sein.
Goldman Sachs Group und Liontree Advisors haben Ebay beraten. Citigroup war Finanzberater von Adevinta.
Adevinta, das eine Reihe von Online-Marktplätzen in Europa und Lateinamerika betreibt, setzte sich bei der seit Monaten laufenden Auktion gegen andere Bieter durch, weil Ebay eine bedeutende Beteiligung an dem Geschäft behalten wollte, erklärten informierte Kreise der Nachrichtenagentur Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) . Weitere Bieter für Ebay Kleinanzeigen waren die südafrikanischen E-Commerce- und Verlegergruppe Naspers und ein Private-Equity-Konsortium bestehend aus Hellman & Friedman, Blackstone und Permira.
Der Ebay-Konzern ist unter Druck: Im Januar 2019 übernahmen Elliott Management und Starboard Value, zwei aktivistische Investoren, größere Anteile an dem Onlinemarktplatz und forderten, Vermögenswerte zu verkaufen und sich auf den wichtigsten Online-Marktplatz Ebay zu konzentrieren. Im selben Jahr trat Devin Wenig als Konzernchef zurück, nachdem er sich dem Verkauf widersetzt hatte. Ebay verkaufte anschließend sein Stubhub-Ticketgeschäft an den Schweizer Ticket-Reseller Viagogo Entertainment. Elliott hat angekündigt, dass Stubhub für 3,5 bis 4,5 Milliarden US-Dollar und Ebay Kleinanzeigen für 8 bis 12 Milliarden US-Dollar verkauft werden könne.



