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Adevinta: Axel Springer bekommt Ebay Kleinanzeigen nicht

Nach mehreren Medienberichten hat sich der norwegische Medien- und Onlinehandelskonzern Schibsted (Adevinta) beim Kauf von Ebay Classifieds durchgesetzt. Axel Springer hatte auch geboten.
/ Achim Sawall
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Ein Paket wird am 5. April in einem eBay-Verkäuferlager in London für den Versand vorbereitet. (Bild: Ki Price/Getty Images for Ebay)
Ein Paket wird am 5. April in einem eBay-Verkäuferlager in London für den Versand vorbereitet. Bild: Ki Price/Getty Images for Ebay

Ebay befindet sich in fortgeschrittenen Verhandlungen, um sein Kleinanzeigengeschäft an das norwegische Unternehmen Adevinta zu verkaufen. Das berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf informierte Kreise. Ein Vertragsabschluss könnte demnach bereits am Montag angekündigt werden, die Gespräche könnten aber auch noch abgebrochen werden. Auch der Medienkonzern Axel Springer SE hatte ein Gebot für Ebay Kleinanzeigen abgegeben.

Der Verkauf des Konzernteils wird laut der britischen Financial Times(öffnet im neuen Fenster) seit Monaten in Form einer Auktion betrieben. Weitere Bieter für Ebay Kleinanzeigen waren die südafrikanischen E-Commerce- und Verlegergruppe Naspers und ein Private-Equity-Konsortium bestehend aus Hellman & Friedman, Blackstone und Permira.

Der Preis ist nicht bekannt, aber es werde erwartet, dass die Ebay Classifieds Group für etwa 8 Milliarden US-Dollar oder mehr verkauft wird, sagten einige der Quellen dem Wall Street Journal.

Der Ebay-Konzern ist im Umbruch: Im Januar 2019 übernahmen Elliott Management und Starboard Value, zwei aktivistische Investoren, größere Anteile an dem Onlinemarktplatz. Ebay verkaufte anschließend sein Stubhub-Ticketgeschäft an den Schweizer Ticket-Reseller Viagogo Entertainment. Elliott hat angekündigt, dass Stubhub für 3,5 bis 4,5 Milliarden US-Dollar und Ebay Kleinanzeigen für 8 bis 12 Milliarden US-Dollar verkauft werden könne.

Die Ebay Classifieds Group trug im ersten Quartal 2020 etwas mehr als 10 Prozent (248 Millionen US-Dollar) zum Gesamtumsatz von Ebay bei. Vor der Pandemie wurde das Segment von Analysten mit einem Wert zwischen 8 und 12 Milliarden US-Dollar bewertet.

Schibsted ist ein multinationales Medien- und Internetunternehmen mit Sitz im norwegischen Oslo. Die Hauptaktivitäten liegen in den Bereichen Internetkommunikation, Unterhaltung, Spiele und E-Commerce. Die Firma wurde 1839 in Oslo von Christian Schibsted gegründet. Ende 2019 hatte Schibsted rund 5.000 Beschäftigte. Im April 2019 wurde angekündigt, die rund 36 Internetmarktplätze in 16 Ländern an der Osloer Börse als Adevinta zu notieren. Schibsted besitzt mehrere in den nordischen Ländern ansässige Medienunternehmen wie Verdens Gang, Aftenposten, Aftonbladet, Svenska Dagbladet und Finn.no.

Ebay Classifieds und seine internationalen Marken

Zur Ebay Classifieds Group(öffnet im neuen Fenster) gehört in Deutschland auch der Automarkt Mobile.de. Ebay finanziert die für den Nutzer kostenlosen Kleinanzeigen über Google-Adsense-Werbung und kostenpflichtige Zusatzangebote wie bessere Platzierungen und Hervorhebungen.

Weitere Marken von Ebay Classifieds sind Kijiji, das in Kanada und Italien betreiben wird – Kijiji ist Swahili für Dorf und wird Ki dschi dschi ausgesprochen – und Gumtree, das in Australien, Südafrika und Großbritannien aktiv ist. Bilbasen und Dba sind digitale Marktplätze in Dänemark, Marktplaats bietet Kleinanzeigen in den Niederlanden. In Belgien betreibt Ebay die Marken 2dehands und 2ememain. Zudem gibt es in Mexiko die Plattform Vivanuncios und in Argentinien den Kleinanzeigenmarkt Alamaula.


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