Additive Fertigung: US-Marine druckt U-Boot

3D-Drucken ist schnell und günstig - zwei Faktoren, die das Militär schätzt. Die US-Marine hat gezeigt, dass sich auch kleine U-Boote mit modernen Fertigungsverfahren herstellen lassen. Ob das gedruckte U-Boot auch schwimmt, muss sich aber noch zeigen.

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Gedrucktes U-Boot: Erste Prototypen sind 2019 einsatzbereit.
Gedrucktes U-Boot: Erste Prototypen sind 2019 einsatzbereit. (Bild: Oak Ridge National Laboratory/Screenshot: Golem.de)

Ein U-Boot auf Abruf: Die US-Marine hat zusammen mit dem Oak Ridge National Laboratory ein U-Boot gedruckt. Das Boot kann unbemannt und bemannt eingesetzt werden. Der Bau des Optionally Manned Technology Demonstrator (OMTD) hat nur wenige Wochen gedauert.

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Das Unterwasserfahrzeug ist 9,1 Meter lang und hat einen Durchmesser von 1,3 Metern. Es ist damit nach eigenen Angaben der größte 3D-gedruckte Ausrüstungsgegenstand, über den die US-Marine verfügt. Der Rumpf besteht aus Kohlenstofffaser-verstärktem Kunststoff. Er ist in sechs Segmente unterteilt, die einzeln gedruckt und am Ende zusammengesetzt wurden.

Das Projekt dauerte vier Wochen

Das gedruckte U-Boot basiert auf dem Mark 8 Mod 1 Seal Delivery Vehicle, einem Mini-U-Boot, mit dem beispielsweise eine kleine Gruppe Taucher an Land gebracht werden kann. Das Team Naval des Surface Warfare Center (NSWC) und des Disruptive Technology Laboratory (DTL) hatte vier Wochen Zeit für das Projekt. Die ersten drei Wochen wurden für das Design benötigt, der Druck dauerte dann nur wenige Tage.

Ein OMTD auf herkömmliche Art und Weise zu bauen, dauert laut Oak Ridge National Laboratory drei bis fünf Monate und kostet zwischen 600.000 und 800.000 US-Dollar. Ein gedrucktes OMTD sei in wenigen Tagen fertig und koste gerade mal ein Zehntel. Weil Objekte schnell verfügbar und günstig in der Herstellung sind, experimentiert das US-Militär schon länger mit 3D-Druckverfahren. Vor einigen Jahren etwa hat die US-Armee mobile 3D-Druckwerkstätten in Containern eingerichtet, die bei einem Einsatz Ausrüstungsgegenstände schnell vor Ort anfertigen können.

Ein Riesendrucker baute die Rumpfsegmente

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Hergestellt wurden die Rumpfsegmente mit dem 3D-Drucker Big Area Additive Manufacturing (BAAM). Gegen diesen Drucker nimmt sich sogar der Big Rep klein aus. Den BAAM gibt es in zwei Varianten: Die große ist knapp elf Meter lang und knapp vier Meter breit. Entwickelt wurde der 3D-Drucker vom US-Unternehmen Cincinnati Incorporated zusammen mit dem Oak Ridge National Labs, einer Forschungseinrichtung des US-Energieministeriums.

Das erste OMTD ist nicht schwimmfähig. Es sei lediglich dazu da zu zeigen, dass das Konzept funktioniere, sagt die US-Marine. Als nächstes soll ein zweites, wasserdichtes OMTD gedruckt werden, das dann in einem Wellenbecken der US-Marine im US-Bundesstaat Maryland getestet werden soll. 2019 sollen Prototypen einsatzbereit sein.

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