Adblocker: Auch Spiegel Online verliert gegen Adblock Plus

Ein weiteres Medium hat vor Gericht gegen Adblock-Plus verloren. Eine kleine Hoffnung für Verleger gibt es trotzdem: Die Adblockerquote ist insgesamt leicht rückläufig.

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Juristisch gegen Adblock Plus vorzugehen bleibt schwierig.
Juristisch gegen Adblock Plus vorzugehen bleibt schwierig. (Bild: Adblock Plus)

Nach den Holtzbrinck-Medien Zeit Online und Handelsblatt hat auch Spiegel Online eine Klage gegen den Adblock-Hersteller Adblock-Plus verloren, wie Meedia berichtet. Auch der Axel-Springer-Verlag und weitere Medien hatten bislang erfolglos versucht, juristisch gegen die Werbeblockerplattform vorzugehen. Spiegel Online hatte vor kurzem mit Spiegel-Plus ein Bezahlangebot für einzelne Inhalte aus dem gedruckten Spiegel eingeführt.

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Zum Urteil des Landgerichts Hamburg (Az. 315 O 293/15) liegt bislang keine detaillierte Begründung vor. Die Kammer für Wettbewerbsrecht hatte die Klage abgewiesen. In früheren Verfahren hatten die Richter argumentiert, dass es keinen Vertrag zwischen Nutzern und Seitenbetreibern gebe, der zum Konsum der Werbung verpflichten würde. Zudem seien Gesetze nicht dazu da, Geschäftsmodelle von Medien abzusichern. Im Falle des Leistungsschutzrechtes für Presseverleger scheint zumindest die Politik das anders zu sehen, auch wenn tatsächlich Ausschüttungen durch dieses Gesetz sehr unwahrscheinlich sind.

Besonders umstritten ist die Praxis von Adblock-Plus Betreiber Eyeo, ein bezahltes Whitelisting anzubieten. Mit dem Programm werden nicht-aufdringliche Werbeanzeigen auf Webseiten zugelassen, Webseitenbetreiber müssen jedoch nach einem Freibetrag einen Teil der zusätzlichen Umsätze an Eyeo abtreten. Das Oberlandesgericht Köln hatte im Verfahren gegen den Axel-Springer-Verlag bezahltes Whitelisting verboten. Der Verlag hatte daraufhin erwirkt, kostenfrei alle Werbung freigeschaltet bekommen, musste jedoch eine Sicherheitsleistung von 1 Million Euro hinterlegen.

Werbeblockerquote leicht rückgängig

Auch, wenn die Gerichte wohl vorerst keinen Durchbruch für Verleger bieten werden, gibt es für Verlage Grund zur Hoffnung: Die Nutzung von Werbeblockern in Deutschland ist in den vergangenen Quartalen leicht rückläufig. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft gab an, dass im dritten Quartal bei rund 19,11 Prozent der Page-Impressions die Auslieferung von Werbung verhindert wurde, im Vorjahresquartal waren es noch 21,1 Prozent gewesen.

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Moldmaker 29. Nov 2016

Egal ob unter Linux, Android oder dem Gamelauncher ... äh, Windows. Und wenn ich dann...

Moe479 29. Nov 2016

nope beides ist nicht essentiell, damit austauschbar. pdf statt html geht auch, mit...

teenriot* 29. Nov 2016

Wie sieht die Umweltbilanz von (*******) Kommentieren aus?

crazypsycho 29. Nov 2016

Kommt aber nicht so rüber. Leider nicht mehr. Wenn es erfolgreich wird, sicher. Dazu...



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