Abo
  • IT-Karriere:

Adblock Plus: Gremium soll über unaufdringliche Werbung entscheiden

Wegen ihres Werbeblockers Adblock Plus wird die Eyeo GmbH von der Werbewirtschaft stark angefeindet. Nun zieht sich die Firma aus der Kontrolle über die akzeptierte Werbung zurück.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein unabhängiges Gremium soll künftig die Kriterien für unabhängige Werbung festlegen.
Ein unabhängiges Gremium soll künftig die Kriterien für unabhängige Werbung festlegen. (Bild: Adblock Plus)

Der Werbeblocker Adblock Plus will im kommenden Jahr die Kontrolle über die akzeptierte Werbung abgeben. Die sogenannte Acceptable Ads Initiative werde in Kürze durch ein neues, unabhängiges Gremium geleitet, teilte die Eyeo GmbH, die Firma hinter Adblock Plus, am Mittwoch in Köln mit. Derzeit würden Vertreter aus der Werbeindustrie, von Verlagshäusern sowie Nutzer als mögliche Mitglieder eingeladen, sagte eine Sprecherin auf Anfrage von Golem.de. Das neue Gremium werde die alleinige Kontrolle über die aktualisierten Kriterien bekommen und ebenfalls überprüfen, ob diese auch eingehalten würden.

Stellenmarkt
  1. Bertrandt Technikum GmbH, Ehningen bei Stuttgart
  2. Freiberger Lebensmittel GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG, Berlin

Webseiten können sich um eine Aufnahme in die sogenannte Whitelist bewerben, wenn sie die Kriterien für akzeptable Werbung erfüllen. Die Nutzer legten dabei die Kriterien fest und könnten im Forum Vorschlägen für die Whitelist widersprechen. Bislang hatte Adblock Plus aber das letzte Wort. Dazu sagte Mitbegründer Till Faida nun: "Allerdings sind wir ein Werbeblocker, was längerfristig nicht mit der wichtigen Rolle bei der stetigen Pflege der Kriterien korrespondiert." Durch neue Formen der Online-Werbung müssten auch die Kriterien aktualisiert werden.

Zahlungen an Eyeo sollen weitergehen

Nicht betroffen davon ist aber die Arbeit der Eyeo GmbH, die sich um das Whitelisting der Anzeigen kümmert. Aktuell seien etwa 700 Verlage und Webseiten auf der Liste mit den akzeptierten Anzeigen. 90 Prozent davon erhielten diesen Service kostenfrei. Lediglich zehn Prozent, die großen Unternehmen, zahlten eine "Aufwandsentschädigung". Weiterhin werde Adblock Plus ein Forum betreiben, in dem alle Anzeigen auf der Whitelist veröffentlicht und diskutiert werden könnten.

Wie viel Geld die Eyeo GmbH von den etwa 70 großen Firmen erhält, ist aber unklar. Gerüchten zufolge soll alleine Google 25 Millionen Dollar gezahlt haben. Werbefirmen bezeichneten das Geschäftsmodell von Eyeo daher als "moderne Wegelagerei" und Behinderung der Vermarkter. Vor Gericht hat Adblock Plus bislang aber noch jeden Prozess gewonnen - zuletzt am Dienstag vor dem Landgericht Köln gegen den Axel-Springer-Verlag.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 114,99€
  2. (u. a. GTA 5 für 12,99€, Landwirtschafts-Simulator 19 für 27,99€, Battlefield V für 32,99€)
  3. 849,00€ (Bestpreis!)
  4. 169,00€

Wallbreaker 01. Okt 2015

Das ist ziemlich aggressiv und lässt sich nur mit rabiaten Methoden entfernen, also...

Mavy 01. Okt 2015

ich kann dem nur zustimmen .. es ist auch nicht selten das diese scripte irgend etwas...

Wallbreaker 01. Okt 2015

Ganz ehrlich was auch immer hier mit Ghostery zu erreichen versuchst, Ich hatte das Addon...

Vaako 30. Sep 2015

In der tat.

nille02 30. Sep 2015

Dafür sind die Werbefirmen aber zu geizig, bzw. deren Kunden zu gierig. Oder anders...


Folgen Sie uns
       


Mordhau Gameplay

Klirrende Klingen und packende Kämpfe mit bis zu 64 Spielern bietet das in einem mittelalterlichen Szenario angesiedelte Actionspiel Mordhau.

Mordhau Gameplay Video aufrufen
Recycling: Die Plastikfischer
Recycling
Die Plastikfischer

Millionen Tonnen Kunststoff landen jedes Jahr im Meer. Müllschlucker, die das Material einsammeln, sind bislang wenig erfolgreich. Eine schwimmende Recycling-Fabrik, die die wichtigsten Häfen anläuft, könnte helfen, das Problem zu lösen.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Elektroautos Audi verbündet sich mit Partner für Akkurecycling
  2. Urban Mining Wie aus alten Platinen wieder Kupfer wird

Motorola One Vision im Hands on: Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro
Motorola One Vision im Hands on
Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro

Motorola bringt ein weiteres Android-One-Smartphone auf den Markt. Die Neuvorstellung verwendet viel Samsung-Technik und hat ein sehr schmales Display. Die technischen Daten sind für diese Preisklasse vielversprechend.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Moto G7 Power Lenovos neues Motorola-Smartphone hat einen großen Akku
  2. Smartphones Lenovo leakt neue Moto-G7-Serie

Homeoffice: Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst
Homeoffice
Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst

Homeoffice verspricht Freiheit und Flexibilität für die Mitarbeiter und Effizienzsteigerung fürs Unternehmen - und die IT-Branche ist dafür bestens geeignet. Doch der reine Online-Kontakt bringt auch Probleme mit sich.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. Bundesagentur für Arbeit Informatikjobs bleiben 132 Tage unbesetzt
  2. IT-Headhunter ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht
  3. IT-Berufe Bin ich Freiberufler oder Gewerbetreibender?

    •  /