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Adblock Plus: Auch Spiegel Online klagt gegen Eyeo

Es ist inzwischen das sechste Medium, das juristisch gegen Werbeblocker vorgeht. Während die Klage des Spiegel erst im Mai verhandelt wird, ist ein anderer Verlag schon in zehn Tagen dran.

Artikel veröffentlicht am ,
Auch Spiegel Online will den Werbeblocker Adblock Plus nun gerichtlich verbieten.
Auch Spiegel Online will den Werbeblocker Adblock Plus nun gerichtlich verbieten. (Bild: Spiegel.de)

Die Liste der klagenden Medien wird immer länger. Nach dem Axel-Springer-Verlag, der Zeit, RTL, ProSiebenSat.1 und Süddeutscher Zeitung klagt nun auch der Spiegel-Verlag gegen den Werbeblocker Adblock Plus. Der Spiegel sowie die Eyeo GmbH, die hinter Adblock Plus steht, bestätigten auf Anfrage von Golem.de einen entsprechenden Bericht des Branchenmagazins Horizont. Der erste Verhandlungstermin ist für den 4. Mai 2016 vor dem Landgericht Hamburg anberaumt. Nach Angaben von Eyeo wurde die Klage Mitte 2015 eingereicht.

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Deutlich früher wird die Klage der Süddeutschen Zeitung verhandelt. Derzeit sei als Verhandlungstermin der 25. Januar vor dem Landgericht München angesetzt, sagte der Geschäftsführer von sueddeutsche.de, Johannes Vogel, auf Anfrage von Golem.de. Er kritisierte in einem Interview zuletzt, dass Adblock Plus nicht nur Anzeigen unterdrücke, sondern auch die Kommunikation zwischen den Medien und den Adblock-Nutzern. "Es geht Eyeo also nicht nur um das Verhindern von aggressiver Werbung, sondern auch um das Verhindern ungestörter Kommunikation zwischen Publishern und deren Lesern. Und genau dies ist völlig inakzeptabel und grenzt an Zensur", sagte er Meedia.de.

Nur Frankfurter Gericht verbietet Werbeblocker

Die Erfolgsaussichten für die beiden Klagen dürften nicht besonders hoch sein, denn bislang haben die Landgerichte Hamburg, München und Köln die Klagen der anderen Verlage gegen Eyeo abgewiesen. Die Klage der Süddeutschen wird nach Angaben Vogels allerdings vor einer anderen Kammer des Landgerichts München verhandelt.

Hoffnung könnte den Verlagen das Landgericht Frankfurt am Main geben. Dieses verbot vor kurzem dem Anbieter Betafish Incorporated, der Adblock herausgibt, weiterhin ein Programm zu vertreiben, "das Werbeinhalte auf den Seiten www.welt.de einschließlich deren mobiler Ausgabe unterdrückt".

Das Angebot des Adblockers sei geeignet, sich nachteilig auf den Wettbewerb des Axel Springer-Verlags auszuwirken. "Gleichzeitig fördert die Antragsgegnerin mit ihrem Werbeblocker den Verkauf whitegelisteter Werbeanzeigen", heißt es in dem Beschluss, der Golem.de vorliegt. Adblock nimmt seit seinem Verkauf an einen bislang unbekannten Investor am Acceptable-Ads-Programm von Eyeo teil. Die einstweilige Verfügung wurde jedoch ohne mündliche Verhandlung erlassen, sodass Betafish Widerspruch einlegen könnte, um die Entscheidung anzufechten und in einer mündlichen Verhandlung zu revidieren.

Nachtrag vom 14. Januar 2016, 18:15 Uhr

Die Süddeutsche Zeitung geht nicht nur juristisch, sondern auch technisch gegen Werbeblocker vor. "Wir liefern derzeit mit einer AdBlock-Defence-Software statische Eigenwerbung an AdBlocker-Nutzer erfolgreich aus", sagte Vogel. Das Interesse von Werbekunden für diese Reichweite halte sich aber noch in Grenzen. Mit Eigenwerbung mache der Verlag jedoch sehr gute Erfahrungen. Zudem findet Vogel die Werbeblockersperre von Bild.de und Geo.de "sehr gut und spannend". Es stehe aber noch nicht fest, wie Sueddeutsche.de ein ähnliches Modell umsetzen werde.



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Füchslein 18. Jan 2016

/sign

Füchslein 18. Jan 2016

Dann bring doch mal ein Beispiel von einer seriösen Zeitung (nicht der BILD - jeder...

Füchslein 18. Jan 2016

Genau das ist die Konsequenz matok - richtig.

joeboefish 17. Jan 2016

Dass die SZ von "Zensur" spricht, weil ein Bürger technsich sich nicht gewollten Müll vom...

Ipa 16. Jan 2016

Das hätte ich gerne als Screenshot, denn sowas habe ich bei Golem noch nie erlebt, vor...


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