Adaptive Sync: Neuer Vesa-Standard für bessere Vergleichbarkeit

Einheitliche Tests und neue Logos sollen für Vergleichbarkeit bei Monitoren und Laptopdisplays mit Adaptive Sync sorgen.

Artikel veröffentlicht am , Johannes Hiltscher
Die Logos für Adaptivesync und Mediasync mit einem der ersten zertifizierten Monitore, LGs 27GP850.
Die Logos für Adaptivesync und Mediasync mit einem der ersten zertifizierten Monitore, LGs 27GP850. (Bild: LG, VESA)

Adaptive Sync ist seit 2014 Teil des Displayport-Standards, wie ein Monitor es umsetzt, war bislang aber nicht festgelegt. Wer aktuell ein Display mit variabler Bildrate sucht, kann schlecht vergleichen. Hersteller können angegebene Parameter, beispielsweise die Latenz bei Farbwechseln, unter beliebigen Bedingungen messen. Abhilfe soll ein von der Video Electronics Standards Association, kurz Vesa, standardisiertes Messverfahren schaffen.

Stellenmarkt
  1. SAP Basis Administrator (m/w/d)
    WEBER-HYDRAULIK GMBH, Güglingen
  2. Projektmanager (m/w/d) im Zentrum für Künstliche Intelligenz, Medizininformatik und Datenwissenschaften
    Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum, Bochum
Detailsuche

Monitore und Laptopdisplays, die den Testparcours (PDF) erfolgreich absolvieren, darf der Hersteller mit einem von zwei neuen Logos schmücken. An Gamer richtet sich Vesa Certified Adaptivesync, das zusätzlich noch die maximal vom Display unterstützte Bildrate enthält, beispielsweise 144, 165, 240 oder 360 Bilder pro Sekunde. Das Logo Vesa Certified Mediasync ist für langsamere Displays gedacht und soll etwa die Darstellung von Filmen ohne Bildfehler sicherstellen.

Im Rahmen der Zertifizierung werden insgesamt 50 verschiedene Tests durchgeführt. Die Bedingungen, unter denen sie stattfinden, sind vorgegeben. Sie werden mit den Werkseinstellungen des Displays bei Raumtemperatur durchgeführt. Neben der variablen Bildrate werden auch zehn feste Bildraten überprüft, die für die Wiedergabe von Filmen relevant sind.

Umfangreicher Testparcour

Die Tests für beide Logos sind fast identisch, für das Mediasync-Zertifikat sind einige Anforderungen jedoch geringer. Die Farbwechsellatenz wird hierfür nicht gemessen, für das Adaptivesync-Logo muss sie unter 5ms liegen. Das wird anhand einer 5x5-Testmatrix geprüft, die fünf verschiedene Sequenzen an Graustufen prüft - jede einzelne 20 Mal.

Golem Karrierewelt
  1. Advanced Python – Fortgeschrittene Programmierthemen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    23.-25.01.2023, Virtuell
  2. Java EE 8 Komplettkurs: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    22.-26.08.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Dabei wird gleichzeitig auf sogenanntes Über- und Unterschießen bei Farbwechseln geprüft. Dieses führt dazu, dass Pixel zu hell (Dunkel-Hell-Übergang) oder zu dunkel (Hell-Dunkel-Übergang) dargestellt werden und verringert die Bildqualität. Es entsteht, wenn ein Display im sogenannten Overdrive betrieben wird. Dabei wird eine höhere Spannung genutzt, um die Flüssigkristalle schneller in die gewünschte Position zu bringen. So kann mit einem Display eine höhere Bildfrequenz erreicht werden - auf Kosten der Qualität.

AOC CU34P2C

Außerdem wird getestet, wie schnell das Display auf Änderungen der Bildfrequenz reagiert. Auch der Jitter, die Differenz der Anzeigedauer der Einzelbilder, muss enge Grenzen einhalten. Lediglich eine halbe Millisekunde Toleranz ist erlaubt, was für eine gleichmäßige Wiedergabe von Filmen und Videos sorgen soll. Deren Bildrate liegt meist unter der minimalen Bildrate des Displays, so dass jedes Bild mehrfach vom Display dargestellt werden muss. Bei einfach realisierter Kontrolllogik kann dies dazu führen, dass einzelne Bilder des Videos länger dargestellt werden als andere - es läuft ungleichmäßig.

Zertifiziert werden kann prinzipiell jeder Monitor, der über Displayport angeschlossen wird, auch wenn er USB-C Alt-Mode nutzt. Hersteller müssen auch nicht neu entwickeln, sondern können ihre Monitore in eines der zertifizierten Testlabore schicken. Auf einer eigenen Homepage wird eine Liste der zertifizierten Geräte gepflegt - aktuell ist sie noch sehr kurz.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Dopamine für Windows 10
Ein Musikplayer, wie er sein sollte

Helferlein Dopamine ist ein minimalistischer MP3-Player unter Windows, vertrieben als Open Source, der auch vor großen Sammlungen nicht zurückschreckt.
Von Kristof Zerbe

Dopamine für Windows 10: Ein Musikplayer, wie er sein sollte
Artikel
  1. Maps: Google bringt kraftstoffsparende Routen nach Deutschland
    Maps
    Google bringt kraftstoffsparende Routen nach Deutschland

    In Nordamerika verwendetet Google bereits kraftstoffsparende Routen - die Funktion wurde für den deutschen Markt angepasst.

  2. Direct3D 12 & Vulkan: Intel zeigt 96 Benchmarks der Arc A750 vs RTX 3060
    Direct3D 12 & Vulkan
    Intel zeigt 96 Benchmarks der Arc A750 vs RTX 3060

    1080p Ultra und 1440p High: Die Benchmarks unter Direct3D 12 sowie Vulkan sehen die Intel Arc A750 im Mittel vor Nvidias Geforce RTX 3060.

  3. Manipulierte Ausweise: CCC hackt Videoident
    Manipulierte Ausweise  
    CCC hackt Videoident

    Hinter dem Stopp von Videoident-Verfahren bei den Krankenkassen steckt ein Hack des Chaos Computer Clubs. Der Verein fordert weitere Konsequenzen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Neuer MM-Flyer • MindStar (Gigabyte RTX 3070 Ti 699€, XFX RX 6950 XT 999€) • ebay Re-Store -50% • AVM Fritz-Box günstig wie nie • Hisense TVs günstiger • Top-SSDs 1TB/2TB (PS5) zu Hammerpreisen • MSI-Sale: Gaming-Laptops/PCs bis -30% • Der beste Gaming-PC für 2.000€ [Werbung]
    •  /