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Adamos: Maschinenbauer starten eigene Plattform für Industrie 4.0

Für die Maschinen- und Anlagenbauer wird die Fernwartung ihrer Produkte immer wichtiger. Um maßgeschneiderte Lösungen anbieten zu können und die Datenhoheit zu behalten, gründeten sie nun eine eigene Software-Firma.

Artikel veröffentlicht am ,
Beschäftigter mit Tablet bei Bosch
Beschäftigter mit Tablet bei Bosch (Bild: Krisztian Bocsi/Bloomberg via Getty Images)

Die Darmstädter Software AG will zusammen mit mehreren mittelständischen Maschinen- und Anlagenbauern eine Plattform für das industrielle Internet der Dinge (IIoT) anbieten. Mit der Adamos genannten Plattform wollten die Firmen einen globalen Standard etablieren, der speziell auf die Bedürfnisse der Branche und ihrer Kunden zugeschnitten sei, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Adamos soll vom Oktober 2017 an weltweit verfügbar sein.

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An der Plattform sind neben der Software AG die Maschinenbauer DMG Mori, Dürr, Zeiss sowie ASM PT beteiligt. Einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zufolge hat jedes Unternehmen einen Anteil von 20 Prozent an dem Joint Venture, die Anfangsinvestitionen lagen demnach bei 60 Millionen Euro.

Datenhoheit für Firmen wichtig

Adamos soll es den Maschinenbauern beispielsweise ermöglichen, ihre Produkte über die Cloud aus der Ferne zu warten. So lässt sich durch die Daten, die die Maschine übermittelt, unter anderem Wartungsbedarf frühzeitig erkennen und die Produktion planen. Auch können automatisch Ersatzteile bezogen werden, wie es in der Mitteilung heißt. Für die Firmen hat Adamos den Vorteil, dass sie die Daten ihrer Maschinen und Anlagen nicht aus der Hand geben müssen. Diese Daten können wiederum genutzt werden, um die Entwicklung der Maschinen zu verbessern.

Für die beteiligten Firmen war es jedoch zu aufwendig, selbst eine Cloud-Lösung zu entwickeln. "Eine Eigenentwicklung kam für keinen von uns in Frage. Das hätte zu lange gedauert und zu viel Geld gekostet", sagt Christian Thönes, Vorstandsvorsitzender von DMG Mori, nach Angaben der FAZ. Man habe nicht einmal sicher sein können, dass man die notwendigen Mitarbeiter gefunden hätte.

Die Unternehmen haben nach Angaben von Dürr-Chef Ralf Dieter noch keine konkreten Renditeziele mit dem Projekt. Die Firma startet mit 200 Mitarbeitern. Laut FAZ geht Dürr davon aus, dass schon bald zehn Beteiligungspartner mit Gesellschaftsanteilen bei Adamos engagiert sein würden. Zudem erwarte er zahlreiche Partner, die ausschließlich als Kunden eine eigene Applikation auf der Plattform betrieben. Die App kostet demnach eine Grundgebühr von 300.000 Euro und dann eine Nutzungsgebühr zwischen 10 und 100 Euro, je nach angeschlossener Anlage und Datenmenge.



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nicoledos 07. Sep 2017

Natürlich wird es dafür eine Formel geben in der Jahresumsatz, Maschinenoutput Anzahl...


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