ADAC: Lkw-Abbiegeassistenten zum Nachrüsten sind teils sinnlos

Der ADAC hat Lkw-Abbiegeassistenten getestet, die sich nachträglich einbauen lassen. Nicht immer hilft die Technik, Radfahrer zu erkennen.

Artikel veröffentlicht am ,
Ghost Bike in München
Ghost Bike in München (Bild: Rufus46/CC-BY-SA 3.0)

Der ADAC hat Alltagstauglichkeit und Unfallvermeidungspotenzial von Lkw-Abbiegeassistenten getestet. Dabei war ein Nutzen für die Verkehrssicherheit bei weniger als der Hälfte der getesteten Geräte feststellbar.

Stellenmarkt
  1. Expert (m/w/d) IT Services, Anwendungs- und Umgebungsmanagement
    KfW Bankengruppe Berlin, Berlin
  2. System Manager (m/w/d)
    ASSA ABLOY Sicherheitstechnik GmbH, Albstadt
Detailsuche

Ab 2024 müssen neu zugelassene Lkw ab 3,5 Tonnen mit einem Abbiegeassistenten ausgerüstet sein, doch die Technik kann auch in vorhandene Fahrzeuge eingebaut werden. Sie soll dem Fahrer zeigen, ob sich Fußgänger, Radfahrer oder andere Verkehrsteilnehmer im toten Winkel befinden oder bald dort sein werden. Neun der Nachrüst-Assistenten hat der ADAC getestet. Sie erfüllen technisch die Förder-Voraussetzungen des Bundesverkehrsministeriums, das Geld für die Nachrüstung im Rahmen der Aktion Abbiegeassistent bereitstellt.

Nach ADAC-Angaben arbeitet nicht einmal die Hälfte der untersuchten Systeme so zuverlässig, dass daraus ein höheres Maß an Verkehrssicherheit entsteht. Von Abbiegeassistenten, die ausschließlich auf Basis von Ultraschallsensoren arbeiten, rät der ADAC ab.

Überprüft wurde, ob die Geräte rechtzeitig auf Inlineskater und Rollstuhlfahrer reagieren und wie groß der jeweilige Abdeckungsbereich ist. Außerdem wollten die Tester wissen was passiert, wenn sich parkende Autos zwischen Lkw und Radler befinden oder wenn der Blinker nicht verwendet wird.

Golem Karrierewelt
  1. Kubernetes – das Container Orchestration Framework: virtueller Vier-Tage-Workshop
    29.08.-01.09.2022, Virtuell
  2. Deep-Dive Kubernetes – Observability, Monitoring & Alerting: virtueller Ein-Tages-Workshop
    22.09.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Vier der neun untersuchten Assistenz-Systeme schnitten mit "mangelhaft" ab, zwei wurden mit "gut" und zwei mit "befriedigend" bewertet. Testsieger ist der Assistent der Eyyes GmbH. Dieses System produzierte im realen Straßenverkehr bei dem Test keine Fehlmeldungen und konnte Radfahrer auch noch in einem seitlichen Abstand von sechs Metern zum Lkw erkennen. Die optische Rückmeldung an den Fahrer ist leicht und verständlich. Allerdings ist der Testsieger mit einem Preis von 3.690 Euro auch das teuerste Gerät.

Echo Auto - Bringen Sie Alexa in Ihr Auto

Fehlalarme machen Lkw-Fahrer unaufmerksam

Fehlwarnungen sind nach Ansicht der Tester kontraproduktiv, weil dadurch die Anwenderakzeptanz sinkt. Systeme, die zwischen Bäumen oder Verkehrsschildern und ungeschützten Verkehrsteilnehmern nicht unterscheiden können, erzeugten besonders viele dieser Ausrutscher. Keines der Systeme konnte Radfahrer korrekt erkennen, wenn sich zwischen der Radfahr- und der Lkw-Spur parkende Fahrzeuge oder andere Hindernisse befanden.

  • Neun nachrüstbare Lkw-Abbiegeassistenten im ADAC Test (Bild: ADAC)
Neun nachrüstbare Lkw-Abbiegeassistenten im ADAC Test (Bild: ADAC)

Der ADAC bemängelt nach diesem Testergebnis, dass die Anforderungen des Bundesverkehrsministeriums zu anspruchslos seien.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Dada21 13. Dez 2021

Die 3500¤ Pro LKW sind ein Klax gegenüber den Kosten für Tiefbauarbeiten! Ich bin mir...

senf.dazu 10. Aug 2021

Baut endlich V2x ein. In wirklich alle Autos. Inkl. Nachrüstsatz. Ist billiger als solche...

HerrWolken 10. Aug 2021

Deswegen habe ich nicht-ausgeschilderte Radwege, die über Rechtsabbieger-Auto-Spuren...

narfomat 10. Aug 2021

defakto kann man sich halt jedes der systeme einbauen um den anforderungen zu genügen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
25 Jahre Dungeon Keeper
Wir sind wieder richtig böse!

Nicht Held, sondern Monster: Darum geht's in Dungeon Keeper von Peter Molyneux. Golem.de hat neu gespielt - und einen bösen Bug gefunden.
Von Andreas Altenheimer

25 Jahre Dungeon Keeper: Wir sind wieder richtig böse!
Artikel
  1. bZ4X: Toyota bietet Rückkauf seiner zurückgerufenen E-Autos an
    bZ4X
    Toyota bietet Rückkauf seiner zurückgerufenen E-Autos an

    Toyota bietet Kunden den Rückkauf seiner Elektro-SUVs an, nachdem diese im Juni wegen loser Radnabenschrauben zurückgerufen wurden.

  2. Laptops: Vom Bastel-Linux zum heimlichen Liebling der Entwickler
    Laptops
    Vom Bastel-Linux zum heimlichen Liebling der Entwickler

    Noch vor einem Jahrzehnt gab es kaum Laptops mit vorinstalliertem Linux. Inzwischen liefern das aber sogar die drei weltgrößten Hersteller - ein überraschender Siegeszug.

  3. Entwicklerstudio: Eidos Montreal möchte Cyberpunk 2077 mit Deus Ex toppen
    Entwicklerstudio
    Eidos Montreal möchte Cyberpunk 2077 mit Deus Ex toppen

    Eidos Montreal würde gerne ein neues Deus Ex machen. Der Plan, damit Cyberpunk 2077 zu übertrumpfen, scheitert aber vorerst an einem Detail.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MindStar (u. a. Samsung 980 1 TB 77€ und ASRock RX 6800 639€ ) • Alternate (u. a. Corsair Vengeance LPX 8 GB DDR4-3200 34,98€ ) • AOC GM200 6,29€ • be quiet! Deals • SSV bei Saturn (u. a. WD_BLACK SN850 1 TB 119€) • Weekend Sale bei Alternate • PDP Victrix Gambit 63,16€ [Werbung]
    •  /