ADAC: Keyless-Systeme sind immer noch unsicher

Um die Sicherheit von Keyless-Systemen für Autos ist es laut ADAC nicht gut bestellt: Nur 24 von 500 Automodellen sind gut geschützt.

Artikel veröffentlicht am ,
Schlüssel-Test beim ADAC
Schlüssel-Test beim ADAC (Bild: ADAC/Arnulf Thiemel)

Die meisten Fahrzeuge mit Funkschlüssel sind nach wie vor nicht ausreichend gegen Diebstahl gesichert. Der ADAC untersuchte 500 Keyless-Autos - Ergebnis: Nur 24 waren gut geschützt. Schon vor zehn Jahren hatte der ADAC Funkschlüssel überprüft und moniert.

Stellenmarkt
  1. Gruppenleiter für Embedded Softwareentwicklung (m/w/d)
    Endress+Hauser Conducta GmbH+Co. KG, Gerlingen (bei Stuttgart)
  2. Senior Product Owner KI & Machine Learning (w/m/d)
    Dataport, verschiedene Standorte
Detailsuche

Mittels Funkverlängerung (Repeater) lässt sich immer noch die Mehrzahl von Autos überlisten. Diese Fahrzeuge lassen sich nach Angaben des ADAC öffnen und wegfahren.

Die Modelle, die gegen Diebstahl geschützt sind, wurden von den Herstellern mit UWB (Ultra Wide Band)-Technik ausgestattet und konnten mit den vom ADAC eingesetzten Geräten nicht geöffnet werden.

UWB sorgt dafür, dass das Fahrzeug die tatsächliche Entfernung des Autoschlüssels erkennt und sich nur öffnet, wenn der Schlüssel in unmittelbarer Nähe ist. Ist die Signallaufzeit zu lang, verweigert das System seinen Dienst.

Golem Karrierewelt
  1. Kubernetes – das Container Orchestration Framework: virtueller Vier-Tage-Workshop
    11.-14.07.2022, Virtuell
  2. Microsoft 365 Administration: virtueller Drei-Tage-Workshop
    01.-03.06.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Andere Hersteller nutzen einen Bewegungssensor im Schlüssel. Wird der Schlüssel eine bestimmte Zeit lang nicht bewegt, wird das Funksignal abgeschaltet, und die Funkkommunikation kann nicht mehr mittels Repeater öffnen, weil sie nicht mehr stattfindet. Der ADAC kritisiert diese Methode, weil sie erst nach einem bestimmten Zeitraum funktioniert. Das System mit dem Bewegungsmelder entdeckte der ADAC bei 37 aller getesteten Autos.

Auf die Sicherheitslücke bei Keyless-Systemen wird seit zehn Jahren hingewiesen, doch erst 2018 wurden Modelle von Jaguar und Land Rover mit entsprechend sicherer Technik ausgerüstet, die zumindest der ADAC nicht mehr austricksen konnte. Seit 2019 tut sich laut ADAC etwas beim Volkwagen-Konzern: Immer mehr Modelle von Audi, Seat, Skoda und Volkswagen würden mit UWB ausgestattet, auch solche in niedrigeren Preisklassen. Auch erste Modelle von BMW, Genesis und Mercedes setzten auf UWB.

Der ADAC fordert, dass neue Modelle mit Keyless-Schließsystem zeitgemäß gegen Diebstahl abgesichert sein müssten. Er veröffentlichte zudem eine Liste der Fahrzeuge, die seit 2016 getestet wurden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Eheran 20. Apr 2022

Besser in die Mikrowelle. Die ist dafür quasi gemacht.

TiSch73 20. Apr 2022

Trotzdem ist es noch ein Keyless-System, geht ja nicht um den (Mercedes) Begriff Keyless...

Thorgil 16. Feb 2022

Wenns so einfach wäre, wieso wird dann nicht jedes Auto geklaut? Könnte ja jeder 0815...

tatiplut 16. Feb 2022

Eben das geht. Ein Angreifer muss wie beschrieben nah genug am Schlüssel sein (Haustür...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Liberty Lifter
US-Militär lässt ein eigenes Ekranoplan entwickeln

In den 1960er Jahren schockten die Sowjets den Westen mit dem Kaspischen Seemonster. Die Darpa will ein eigenes, besseres Bodeneffektfahrzeug bauen.

Liberty Lifter: US-Militär lässt ein eigenes Ekranoplan entwickeln
Artikel
  1. Abo: Spielebranche streitet über Game Pass
    Abo
    Spielebranche streitet über Game Pass

    Nach Kritik von Sony gibt es mehr Stimmen aus der Spielebranche, die Game Pass problematisch finden - aber auch klares Lob für das Abo.

  2. Microsoft: Der Android-App-Store für Windows 11 kommt nach Deutschland
    Microsoft
    Der Android-App-Store für Windows 11 kommt nach Deutschland

    Build 2022 Der Microsoft Store soll noch attraktiver werden. So können Kunden ihre Apps künftig ohne lange Wartezeiten direkt veröffentlichen.

  3. Macht mich einfach wahnsinnig: Kelber beklagt digitale Inkompetenz von VW
    "Macht mich einfach wahnsinnig"
    Kelber beklagt digitale Inkompetenz von VW

    Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hat vor einem Jahr ein Elektroauto bei VW bestellt. Und seitdem nichts mehr davon gehört.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5-Controller (alle Farben) günstig wie nie: 49,99€ • Samsung SSD 1TB 79€ • LG OLED TV 77" 56% günstiger: 1.099€ • Alternate (u. a. Cooler Master Curved Gaming-Monitor 34" UWQHD 144 Hz 459€) • Sony-Fernseher bis zu 47% günstiger • Samsung schenkt 19% MwSt.[Werbung]
    •  /