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ADAC e-charge: Teurere Ladetarife nach Wechsel zu Aral Pulse

Weil die Lade -Kooperation mit EnBW endet, wechselt der ADAC zu Aral. Das bedeutet höhere Blockiergebühren, auch beim DC-Laden.
/ Friedhelm Greis
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Der ADAC kooperiert für seine Ladekarte künftig mit Aral. (Bild: Aral)
Der ADAC kooperiert für seine Ladekarte künftig mit Aral. Bild: Aral

Der ADAC kooperiert bei der seiner Ladekarte für Elektroautos künftig mit dem Mineralölkonzern Aral. "Der neue ADAC e-Charge Tarif kann ab Ende Juli in der Aral-Pulse-App aktiviert werden" , hat der Automobilclub mitgeteilt(öffnet im neuen Fenster) . Es fielen keine monatlichen Grundgebühren und an Ladepunkten von Aral Pulse keine Blockiergebühren an.

Zum 31. Juli 2024 endet die Kooperation des ADAC mit dem Energiekonzern und Ladenetzbetreiber EnBW. Dann endet auch der Tarif ADAC e-charge. Die Karte ist anschließend weiter verwendbar, aber zu den neuen Konditionen von EnBW . Eventuell vorhandenes Ladeguthaben lässt sich nicht übertragen.

Nutzer müssen sich aktiv für den neuen Tarif anmelden. Über die Aral-Pulse-App lässt sich dann eine neue Ladekarte bestellen. Die haptische Ladekarte ist zunächst nur an Arals eigener Infrastruktur in Deutschland nutzbar. Alle anderen Ladevorgänge müssten über die App gestartet werden.

Der Preis pro Kilowattstunde (kWh) an den Ladepunkten von Aral Pulse liegt im Zeitraum vom 1. August bis 30. September 2024 bei 51 Cent. Danach steigt der Preis auf 57 Cent pro kWh. An den Säulen anderer Anbieter kostet die Kilowattstunde einheitlich 75 Cent.

Bis Anfang Juni 2024 zahlten EnBW-Kunden auch bei fremden Anbietern in der Regel 61 Cent pro kWh. Inzwischen rechnet EnBW dynamische Tarife ab, die bei Roaminganbietern zwischen 59 und 89 Cent variieren. An den EnBW-Säulen ist der Strom mit 59 Cent pro kWh jedoch günstiger. Daher ist es für Elektroauto-Nutzer sinnvoll, an diesen Säulen die EnBW-Karte oder eMobility-App weiterhin zu nutzen. An Aral-Säulen lassen sich hingegen über ADAC e-charge 2 Cent pro kWh sparen.

Höhere Blockiergebühr

An den Ladepunkten von Aral wird keine Blockiergebühr erhoben. "Die Blockiergebühr bei Fremdanbietern beträgt 15 Cent pro Minute. An AC-Ladepunkten wird sie ab 120 Minuten berechnet, bei DC-Ladepunkten ab 45 Minuten" , schreibt der ADAC. Bei EnBW beträgt die umstrittene Blockiergebühr 10 Cent pro Minute. Sowohl an AC- als auch an DC-Säulen wird sie erst nach 240 Minuten fällig.

Zum Start der Kooperation ist das Laden über ADAC e-charge in den Ländern Österreich, Luxemburg, Italien, Spanien und Frankreich mögliche. In den Niederlanden können nur Ladesäulen von BP genutzt werden.

Aral gehört zum britischen Mineralölkonzern BP und verfügt nach eigenen Angaben(öffnet im neuen Fenster) derzeit über 2.700 Ladepunkte in Deutschland.


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