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Adabas und Co.: Software AG steht offenbar zum Verkauf

Das zweitgrößte Softwareunternehmen Deutschlands sucht laut einem Bericht nach einem Käufer. Wachstumsprobleme sind der Anlass für "strategische Überlegungen" .
/ Achim Sawall
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Gebäude der Software AG in Darmstadt (Bild: Software AG)
Gebäude der Software AG in Darmstadt Bild: Software AG

Die Software AG prüft einen Verkauf. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf informierte Kreise. Mögliche Käufer seien Private-Equity-Unternehmen.

Die Verhandlungen seien noch in einem frühen Stadium und es bestehe keine Gewissheit, dass sich die Unternehmensführung für einen Verkauf entscheidet. Die Aktie stieg am Freitag um 7,8 Prozent, was dem Softwarenentwickler aus Darmstadt einen Börsenwert von 2,7 Milliarden Euro einbrachte. Größter Anteilseigner ist die Software AG Foundation, die mehr als 30 Prozent der Anteile hält.

Im Geschäftsjahr 2020 hatte das Unternehmen rund 4.700 Beschäftigte in rund 70 Ländern und erwirtschaftete einen Jahresumsatz von rund 800 Millionen Euro. Dem zweitgrößten deutschen IT-Konzern nach SAP, der von Vorstandschef Sanjay Brahmawar geführt wird, gelingt seit fast einem Jahrzehnt kein deutliches Wachstum, was als Grund für den Verkauf gesehen wird.

Adabas & Natural ist weiter ein wichtiges Produkt

Die Software AG brachte im Jahr 1969 ein Datenbanksystem für Großrechner heraus, das weiter als Adabas & Natural angeboten wird. Software zur Integration verschiedener IT-Systeme (Digital Business) bildet inzwischen die größte Sparte. Die wichtigsten Produkte sind weiter das Datenbankmanagementsystem Adabas, die SOA-Registry und -Repository Centrasite, die Entwicklungsumgebung Natural, das SOA-Paket Webmethods und Aris, die Plattform zur Analyse von Geschäftsprozessen. Diese Angebote fasst man als Digital Business Platform (DBP) zusammen und bringt sie seit Jahren verstärkt als Mietprodukt in die Cloud. Seit der Übernahme von Cumulocity hat die Software AG auch dessen IoT-Plattform im Programm , die mit dem Maschinenbau-Joint-Venture Adamos zusammenarbeitet.


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