Ad-Tracking: Google verwendet personenbezogene Daten für Werbung

Google verwendet seit diesem Sommer auch personenbezogene Daten aus seinen Services, um seine über den Dienst Doubleclick ausgelieferte Internet-Werbung besser auf den Nutzer zuzuschneiden. Dies beinhaltet den Nutzernamen und im Grunde alle Informationen, die Google über seine Kunden sammelt, wie die Internetseite Propublica(öffnet im neuen Fenster) herausgefunden hat.
Informationen sollen Werbeeinblendungen verbessern
Google kann anhand dieser Informationen jetzt ein identifizierbares Nutzerporträt zusammensetzen und daran die beim Browsen angezeigte Werbung noch genauer ausrichten. Unter diesem Aspekt hatte das Unternehmen die Änderungen in den Nutzungsbedingungen im Sommer seinen Kunden auch verkauft.
Manche Kunden dürften allerdings den Satz überlesen haben, in dem Google ankündigt, dass "Aktivitäten auf anderen Internetseiten und Apps mit den persönlichen Informationen verknüpft werden können, um Googles Services und von Google ausgelieferte Werbung zu verbessern." Vormals stand an dieser Stelle noch "Wir werden ohne Zustimmung keine Cookie-Informationen von Doubleclick mit personalisierten Informationen verknüpfen."
Privatsphäre hatte beim Kauf von Doubleclick noch oberste Priorität
Beim Kauf des Werbedienstes Doubleclick im Jahr 2007 hatte Google-Gründer Sergey Brin noch angekündigt, dass die Privatsphäre seiner Kunden die oberste Priorität habe. Mit den neuen Nutzungsbedingungen wird dieser Grundsatz aufgeweicht; die Grundeinstellungen von Google-Konten erlauben dem Unternehmen jetzt, personalisierte Informationen mit Werbung zu verbinden.
In den Einstellungen kann dies aber auch rückgängig gemacht werden – so der Nutzer denn darüber Bescheid weiß. In den Aktivitätseinstellungen(öffnet im neuen Fenster) muss beim Punkt "Web- & App-Aktivitäten" das Häkchen bei "Chrome-Browserverlauf und Daten Ihrer Nutzung von Websites und Apps erfassen, die Google-Dienste verwenden" entfernt werden.



