Ad-Tracking: Google verwendet personenbezogene Daten für Werbung

Bisher war Google eines der Internet-Unternehmen, das Werbe-Tracking und personalisierte Informationen der Nutzer getrennt hielt. Bis zu diesem Sommer - als Google seinen Kunden neue Nutzungsbedingungen präsentierte, die diese Schranke aufhoben.

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Google hat seine Nutzungsbedingungen in einem wichtigen Punkt geändert.
Google hat seine Nutzungsbedingungen in einem wichtigen Punkt geändert. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Google verwendet seit diesem Sommer auch personenbezogene Daten aus seinen Services, um seine über den Dienst Doubleclick ausgelieferte Internet-Werbung besser auf den Nutzer zuzuschneiden. Dies beinhaltet den Nutzernamen und im Grunde alle Informationen, die Google über seine Kunden sammelt, wie die Internetseite Propublica herausgefunden hat.

Informationen sollen Werbeeinblendungen verbessern

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Google kann anhand dieser Informationen jetzt ein identifizierbares Nutzerporträt zusammensetzen und daran die beim Browsen angezeigte Werbung noch genauer ausrichten. Unter diesem Aspekt hatte das Unternehmen die Änderungen in den Nutzungsbedingungen im Sommer seinen Kunden auch verkauft.

Manche Kunden dürften allerdings den Satz überlesen haben, in dem Google ankündigt, dass "Aktivitäten auf anderen Internetseiten und Apps mit den persönlichen Informationen verknüpft werden können, um Googles Services und von Google ausgelieferte Werbung zu verbessern." Vormals stand an dieser Stelle noch "Wir werden ohne Zustimmung keine Cookie-Informationen von Doubleclick mit personalisierten Informationen verknüpfen."

Privatsphäre hatte beim Kauf von Doubleclick noch oberste Priorität

Beim Kauf des Werbedienstes Doubleclick im Jahr 2007 hatte Google-Gründer Sergey Brin noch angekündigt, dass die Privatsphäre seiner Kunden die oberste Priorität habe. Mit den neuen Nutzungsbedingungen wird dieser Grundsatz aufgeweicht; die Grundeinstellungen von Google-Konten erlauben dem Unternehmen jetzt, personalisierte Informationen mit Werbung zu verbinden.

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In den Einstellungen kann dies aber auch rückgängig gemacht werden - so der Nutzer denn darüber Bescheid weiß. In den Aktivitätseinstellungen muss beim Punkt "Web- & App-Aktivitäten" das Häkchen bei "Chrome-Browserverlauf und Daten Ihrer Nutzung von Websites und Apps erfassen, die Google-Dienste verwenden" entfernt werden.

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/mecki78 25. Okt 2016

Nur bringt dir Werbung nichts. Werbung redet dir ein, dass du etwas brauchst oder haben...

secuvox1 25. Okt 2016

der fingerprint ergibt sich nicht nur aus den webserver-logs *lol* - da spricht der profi.

secuvox1 25. Okt 2016

"Die Gedanken sind frei" - Freie Handelsware.

HMWLBkraut 24. Okt 2016

Sowas kann man wohl kaum behaupten, ohne das in irgend einer Weise zu belegen..

teenriot* 24. Okt 2016

Auf den Punkt. Leute die Geld verdienen wollen sind das eine, aber wirklich gefährlich...



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