Activision: Call of Duty lässt Cheater halluzinieren
Wer im Onlinemodus von Call of Duty betrügt, kann ab sofort Spieler sehen, die gar nicht da sind. Grund: Das für den Anti-Cheat-Schutz verantwortliche Ricochet hat eine neue Sanktionsart namens Halluzination. Wer beim Schummeln erwischt wird, bekommt einen feindlichen Soldaten ins Sichtfeld eingeblendet, der von den anderen Spielern nicht zu sehen ist.
Damit sollen überführte Cheater schlicht abgelenkt und verstört werden – um ihnen möglichst den Spaß zu verderben. Allerdings schreibt das für derartige Aktionen zuständige Team im Blog(öffnet im neuen Fenster) , dass Halluzination auch dafür verwendet wird, weitere Beweise etwa für den Einsatz von Aim-Bots oder ähnlichen Betrugstechnologien zu sammeln.
Die nicht echten Spielteilnehmer werden nicht vom Computer gesteuert, sondern sind eine Dublette eines anderen Teilnehmers, der irgendwo auf der Karte unterwegs ist.
Die für Ricochet tätigen Entwickler stellen noch eine zweite neue Strafe vor: Treibsand. Damit werden die Bewegungen von Betrügern stark verlangsamt oder ganz eingefroren. Das funktioniert nicht durch Änderungen bei der Steuerung oder bei den Animationen, sondern durch eine künstliche Verschlechterung der Datenverbindung.
Zusätzlich können auch die Eingabetasten und -sticks vertauscht werden, so dass die Eingabe sich noch unangenehmer anfühlt. Allerdings kommt Treibsand vorerst nicht zum Einsatz: Die Macher haben die Befürchtung, dass reguläre Spieler zu sehr abgelenkt werden.
Die Macher von Call of Duty fallen schon länger mit kreativen Sanktionen für Cheater auf. Beispielsweise werden den Betrügern plötzlich die Waffen weggenommen oder ihre Gegner bekommen – ohne dass dies kenntlich ist – einen Schild, so dass Treffer nicht oder kaum durchdringen.
Call of Duty: Partien werden aufgezeichnet
Seit Mitte Dezember 2021 soll das Anti-Cheat-System namens Ricochet in den Multiplayermodi von Call of Duty dafür sorgen, dass Betrüger keine Chance mehr haben und die große Mehrheit der regelkonform antretenden Spieler ungestört kämpfen kann. In der PC-Version kommt dafür unter anderem ein Kernel-Treiber zum Einsatz.

Außerdem können mit einem internen Tool alle Partien aufgezeichnet und nachträglich von Experten untersucht werden. In der höchsten Stufe von Ranglistenmatches in Warzone 2.0 und Modern Warfare 2 werden die Daten immer gesammelt, in allen anderen Spielen beim Verdacht auf Betrugsversuche.
- Anzeige Hier geht es zu Call of Duty: Modern Warfare III bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.