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Activision Blizzard: Widerstand der FTC gegen Microsoft-Deal bröckelt weiter

Es wird immer unwahrscheinlicher, dass die US-Kartellbehörde FTC ernsthaft gegen den Kauf von Activision Blizzard durch Microsoft vorgeht.
/ Peter Steinlechner
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Microsoft Theater in Los Angeles (Bild: Christian Petersen/Getty Images)
Microsoft Theater in Los Angeles Bild: Christian Petersen/Getty Images

Die US-Kartellbehörde Federal Trade Commission (FTC) hat die verwaltungsrechtliche Anfechtung der Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft für rund 68,7 Milliarden US-Dollar vorerst eingestellt.

Das bedeutet in der Praxis vermutlich, dass es seitens der FTC keinen ernsthaften Widerstand mehr gegen die Akquisition geben wird.

Die FTC hatte sich in den Monaten nach Bekanntgabe der Übernahme in der Öffentlichkeit klar als Gegnerin des Deals positioniert.

Zum einen sollte es per Gericht angefochten werden - was zweimal gescheitert ist. Zum anderen sollte es eine verwaltungsrechtliche Überprüfung geben, was nun auf Eis gelegt wurde.

Es gibt zwar keine endgültige Freigabe der Akquisition. Dennoch gehen Beobachter laut Magazinen wie Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) davon aus, dass die beiden Konzerne in den USA keinen ernsthaften Widerstand mehr gegen ihre Pläne befürchten müssen.

Der letzte große Stolperstein ist jetzt die britische Competition and Markets Authority (CMA). Die Kartellbehörde hat die Übernahme als einzige derartige Einrichtung weltweit strikt abgelehnt, insbesondere wegen Bedenken im Hinblick auf den Markt für Cloudgaming.

Stichtag: 18. Oktober 2023

Vertreter von Microsoft und Activision Blizzard verhandeln nun mit der CMA über mögliche Lösungen. Denkbar ist, dass die Firmen ihr Cloudgaming-Geschäft in Großbritannien einstellen oder verkaufen. Eine Entscheidung soll bis Ende August 2023 fallen.

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Die Übernahme soll bis zum 18. Oktober 2023 vollzogen werden. Falls ein Vertragspartner es sich vorher anders überlegt, werden Konventionalstrafen fällig: Bis zum 29. August 2023 kostet die einseitige Kündigung jeweils 3,5 Milliarden US-Dollar. Ab dem 15. September 2023 sind sogar 4,5 Milliarden US-Dollar fällig.


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