Activision Blizzard: Sponsoren überprüfen Zusammenarbeit mit Overwatch League

Die von Blizzard veranstaltete Overwatch League verliert möglicherweise weitere Sponsoren - und damit Einnahmen in Millionenhöhe. Laut einem Bericht der Washington Post denken sowohl Coca-Cola als auch der Versicherungskonzern State Farm darüber nach, die E-Sport-Liga zumindest vorerst nicht mehr zu unterstützen.
Grund sei die Klage des kalifornischen Department of Fair Employment and Housing gegen Activision Blizzard wegen sexueller Übergriffe und Diskriminierung in der Belegschaft, heißt es in dem Bericht.
Ein Sprecher von State Farm sagte der Washington Post, man werde "die Marketingbeziehungen mit der Overwatch League" überprüfen. Außerdem werde während der Partien am kommenden Wochenende keine Werbung des Konzerns gezeigt.
Coca-Cola ist noch in der Entscheidungsphase
Coca-Cola erklärte: "Wir arbeiten mit unseren Partnern bei Blizzard zusammen, um einen Schritt zurückzutreten und zukünftige Pläne und Programme zu überdenken." Konkrete Maßnahmen sind also noch nicht geplant, könnten aber kommen.

Nach Bekanntwerden der Klage gegen Activision Blizzard hat sich T-Mobile ohne öffentliche Erklärung aus der Overwatch League zurückgezogen. Auch an der Call of Duty League nimmt die Mobilfunkfirma nicht mehr teil - es ist das einzige Unternehmen, das bisher beide Ligen unterstützte.
Andere Sponsoren haben sich noch nicht geäußert. Die Overwatch League hat unter anderem IBM, Xfinity und Teamspeak als Werbepartner. Bei der Call of Duty League sind es die Unternehmen Scuf und Game Fuel sowie die US Army.
Speziell für die Overwatch League kommen die Probleme zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt: Nach längerer Pause läuft der Ligabetrieb wieder an. Mitte September sollen die Play-offs in der texanischen Stadt Arlington stattfinden, für den 25. September 2021 ist das große Finale im Galen Center von Los Angeles geplant.



