Activision Blizzard: Spieler scheitern am Supreme Court mit Klage gegen Microsoft
Eine Gruppe aus zehn Computerspielern ist wohl endgültig mit dem Versuch gescheitert, die Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft für 68,7 Milliarden US-Dollar auf rechtlichem Weg zu verhindern.
Die Spieler hatten nach mehreren erfolglosen Klagen auch den Weg zum Supreme Court – quasi das Verfassungsgericht der USA – beschritten. Dort wurden sie aber ohne weitere Begründung abgewiesen. Der Gruppe ging es laut Variety(öffnet im neuen Fenster) darum, eine zu große Marktmacht in Sachen Gaming und Technologie zu verhindern.
Es war absehbar, dass die Klage keinen Erfolg haben wird, nachdem bereits die Federal Trade Commission (FTC) mit einer ähnlichen Begründung mehrfach gegen die Akquisition vorgegangen, aber bislang immer gescheitert war.
Was die Übernahme angeht, ist gerade eine wichtige Frist abgelaufen: Bis zum 18. Juli 2023 um 21 Uhr mitteleuropäischer Zeit war der Vorvertrag über die Übernahme bindend, seitdem ist er das nicht mehr.
Das bedeutet im Prinzip, dass entweder Microsoft weitere drei Milliarden US-Dollar bezahlt, oder dass Activision Blizzard doch nicht übernommen wird oder sich einen anderen Käufer sucht.
Allerdings können sich die Konzerne auch darauf einigen, den Vertrag ohne Zahlung zu verlängern – was vermutlich geschehen ist, ohne dass die Öffentlichkeit bislang darüber informiert wurde. Was zum Abschluss der Übernahme noch fehlt, ist vor allem eine Einigung mit der CMA (Competition and Markets Authority).
Verhandlungen hinter den Kulissen?
Die britische Kartellbehörde ist die einzige wichtige Einrichtung, die ein grundsätzliches Veto gegen die Übernahme eingelegt hat – primär geht es dabei um Cloudgaming.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass alle Beteiligten derzeit hinter den Kulissen nach Zugeständnissen oder anderen Lösungen suchen, um den Deal in absehbarer Zeit abzuschließen.
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