Activision Blizzard: Nvidia und Google stellen sich gegen Microsoft
Bislang ist in der Öffentlichkeit vor allem Sony mit Widerstand gegen die geplante Übernahme von Activision Blizzard für 68,7 Milliarden US-Dollar durch Microsoft aufgefallen. Nun äußern sich zwei weitere Konzerne: Nvidia und Google sollen gegenüber der für den Fall primär zuständigen Federal Trade Commission (FTC) konkrete Bedenken geäußert haben.
Bei Nvidia geht es einem Bericht von Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) zufolge vor allem um den eigenen Spielestreamingdienst Geforce Now.
Der könnte unter Druck geraten, wenn Microsoft mithilfe von Activision und Blizzard mehr Exklusivspiele auf Xbox Game Streaming anbieten kann. Davon abgesehen soll Nvidia wohl keine weiteren grundsätzlichen Einwände gegen den Deal haben.
Google geht es vor allem um das Geschäft mit Mobile Games – der Konzern verfügt schließlich mit dem Google Play Store um einen der wichtigsten Onlineshops für Smartphones und Tablets.
Microsoft ist im wichtigen Segment der Mobile Games momentan sehr schwach aufgestellt, was sich durch die geplante Übernahme aber ändern wird – zu Activision Blizzard gehört auch King Digital Entertainment, die Firma hinter Candy Crush Saga und anderen extrem erfolgreichen Spielen für unterwegs. Blizzard betreibt unter anderem Hearthstone und Diablo Immortal.
Nvidia investiert in Geforce Now
Welche Einwände es bei Google konkret gibt, ist nicht bekannt. Möglicherweise will der Konzern keinen zu starken einzelnen neuen Marktteilnehmer. Nvidia müsste sich wohl eher Sorgen machen, ohne spannende Spiele ist Geforce Now schließlich sinnlos.

Der Konzern investiert derzeit massiv in das Angebot. Es wurde gerade erst um ein neues Angebot namens Ultra erweitert, das Geforce-RTX-4080-Spielestreaming mit 240 Bildern pro Sekunde aus der Cloud mit vollem Raytracing und DLSS 3 für rund 20 Euro/Monat bietet.
Aus technischer Sicht ist das sehr viel besser als Xbox Cloud Gaming – aber ohne Inhalte wäre es dennoch chancenlos.
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