Activision Blizzard: Drei Jahre Zeit für ein Call of Duty

Entwickler haben nun drei statt zwei Jahre Zeit für ein neues Call of Duty: Activision Blizzard hat Sledgehammer Games voll in den Produktionszyklus integriert, so der Publisher bei der Vorstellung neuer Geschäftszahlen. Bei World of Warcraft läuft es wieder etwas besser.

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Call of Duty: Ghosts
Call of Duty: Ghosts (Bild: Activison)

Neben Infinity Ward und Treyarch ist das Activision-eigene Entwicklungsstudio Sledgehammer Games nun auch für die Entwicklung von Call of Duty eingeplant; bislang hatten die Mitglieder von Sledgehammer die anderen Teams bei der Produktion unterstützt. Für die Marke Call of Duty bedeutet das: Auch weiterhin erscheint ein Ableger im Jahr. Für den bekommen die Macher aber drei statt zwei Jahren Entwicklungszeit. Das hat Activision Blizzard bei der Bekanntgabe von Geschäftszahlen gesagt - und damit wohl auch auf das zuletzt etwas erlahmende Interesse an den allzu routiniert wirkenden Ausgaben der Egoshooter reagiert.

Bei den Untermarken von Call of Duty setzt der Publisher ebenfalls auf eine Dreiteilung: Neben Modern Warfare von Infinity Ward und Black Ops von Treyarch gibt es auch eine Fortführung des letztjährigen Ghosts - für das dann eigentlich Sledgehammer Games zuständig sein müsste. Ende 2014 erscheint allerdings das erste vollwertige Spiel von Sledgehammer, und das dürfte kein Ghosts sein, sondern müsste eigentlich Modern Warfare 4 sein. In den kommenden Monaten gibt es vermutlich Aufklärung.

Mit den Geschäftszahlen gibt sich Activision Blizzard zufrieden. Umsatz und Gewinn sind zwar leicht zurückgegangen, aber für ein Jahr mit Konsolenwechsel sind die Ergebnisse erstaunlich stabil. Im gesamten Geschäftsjahr 2013 - das in diesem Fall deckungsgleich mit dem Kalenderjahr ist - lag der Umsatz bei 4,58 Milliarden US-Dollar (Vorjahr: 4,86 Milliarden US-Dollar) und der Gewinn bei 1,01 Milliarden US-Dollar (Vorjahr: 1,15 Milliarden US-Dollar).

Im letzten Quartal, also von Oktober bis Dezember 2013, hat die Firma einen Umsatz von 1,52 Milliarden US-Dollar (Vorjahr: 1,77 Milliarden US-Dollar) und einen Gewinn von 174 Millionen US-Dollar (Vorjahr: 354 Millionen US-Dollar) erzielt.

Neben Call of Duty hat weiterhin auch Blizzard mit seinen Spielen die Kassen klingeln lassen. Bei World of Warcraft ist die Zahl der Abonnenten sogar wieder leicht gestiegen: um 200.000 auf 7,8 Millionen - von alten Höchstständen ist das aber immer noch weit entfernt. Diablo 3 hat über alle Plattformen hinweg mittlerweile 15 Millionen Käufer gefunden. Da sind von der Erweiterung Reaper of Souls, die im März 2014 für PC erscheint, ebenfalls ordentliche Umsätze zu erwarten. Ebenfalls gut gelaufen ist es nach Firmenangaben bei der Spielzeugserie Skylanders.

Für das nun laufende Jahr gibt sich die Firma optimistisch. Insbesondere mit dem von Bungie entwickelten Destiny erwartet Activision Blizzard viel - nämlich eine weitere Marke mit mehr als einer Milliarde US-Dollar Umsatz.

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