Activision Blizzard: Doug Bowser versus Bobby Kotick

Nun hat auch Doug Bowser von Nintendo-US Kritik an Activision Blizzard geübt. Dessen Chef Bobby Kotick schließt einen Rücktritt nicht aus.

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Bobby Kotick, Chef von Activision Blizzard
Bobby Kotick, Chef von Activision Blizzard (Bild: Kevork Djansezian/Getty Images)

"Ich finde diese Vorgänge belastend und beunruhigend. Sie widersprechen meinen Werten sowie Nintendos Überzeugungen, Werten und Richtlinien": So kommentiert Doug Bowser, der Chef von Nintendo in den USA, die aktuellen Probleme bei Activision Blizzard.

Bowser hat sich in einer internen E-Mail an seine Belegschaft geäußert. Das Schreiben ist an die Öffentlichkeit gelangt - so gut wie sicher hatte Bowser selbst das auch erwartet.

Nintendo hat nach einer Anfrage des Magazins Fanbyte bestätigt, dass der Kommentar echt ist. Es ist anzunehmen, dass Bowser sich bereits vor dem Versenden seiner Mail das Okay der Nintendo-Zentrale in Japan geholt hat.

Mit dem Statement haben sich nun die drei großen Konsolenhersteller Nintendo, Microsoft und Sony kritisch über die Probleme mit Diskriminierung und sexuellen Übergriffen bei Activision Blizzard geäußert.

Das hat keine unmittelbaren Konsequenzen, ist aber in dieser Form sehr ungewöhnlich. Microsoft und Sony hatten angedeutet, dass man die Zusammenarbeit mit Activision Blizzard überdenke.

Unterdessen hat Bobby Kotick, der Chef von Activision Blizzard, bei einem internen Treffen mit anderen Managern einen Rücktritt nicht mehr ausgeschlossen.

Er ziehe das in Betracht, "wenn er die Probleme mit der Firmenkultur nicht schnell lösen" könne, schreibt das Wall Street Journal mit Bezug auf Teilnehmer des Meetings.

Zuvor gab es bereits Rücktrittsforderungen aus Kreisen der Belegschaft und der Aktionäre. Der Aktienkurs von Activision Blizzard ist stark unter Druck geraten, seitdem bekannt ist, dass Kotick schon seit Jahren über die internen Probleme in seinem Unternehmen informiert war, aber nichts dagegen unternommen hat.

Komitee soll Kotick retten

Jüngste konkrete Maßnahme im Kampf gegen die internen Probleme ist ein Komitee, wie der Konzern am 22. November 2021 bekanntgab.

Es soll "Kennzahlen und andere Mittel zur Messung des Fortschritts und zur Gewährleistung der Rechenschaftspflicht" in dem Unternehmen erstellen und kann externe Berater anfordern.

Ob durch derlei Maßnahmen tatsächlich Probleme gelöst werden, ist mindestens fraglich. Es dürfte vor allem alles andere als schnell gehen. Genau darauf wäre Kotick zumindest derzeit aber angewiesen.

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