Activision Blizzard: CEO Bobby Kotick soll Angestellte mit Tod bedroht haben

Fehlverhalten rund um sexuelle Übergriffe und eine Todesdrohung: Es gibt neue Vorwürfe gegen Bobby Kotick, Chef von Activision Blizzard.

Artikel veröffentlicht am ,
Bobby Kotick, Chef von Activision Blizzard
Bobby Kotick, Chef von Activision Blizzard (Bild: Scott Olson/Getty Images)

Das Wall Street Journal sorgt mit einem Enthüllungsartikel für Aufregung in der Spielebranche. Der Bericht enthält vor allem Vorwürfe gegen Bobby Kotick, den Chef von Activision Blizzard. Er soll in den vergangenen Jahren immer wieder über teils massive sexuelle Übergriffe in seinem Unternehmen informiert worden sein, aber nichts weiter unternommen haben.

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Insbesondere habe er nicht den Rest des Vorstands unterrichtet, was aber wohl seine Pflicht gewesen wäre. Auch nach einer Mitte 2021 eingereichten Klage der kalifornischen Behörde Department of Fair Employment and Housing gegen Activision Blizzard habe Kotick so getan, als hätte er zuvor keine Hinweise auf Probleme im Unternehmen erhalten.

Das Wall Street Journal nennt mehrere Beispiele, in denen Kotick über konkrete Vorwürfe informiert gewesen sein soll. So sei ein leitender Angesteller bei dem zu Activision gehörenden Entwicklerstudio Treyarch (Call of Duty) sexuell übergriffig geworden.

Kotick habe dafür gesorgt, dass das Fehlverhalten keine ernsthaften Folgen für den mutmaßlichen Täter hatte.

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Außerdem soll der Firmenchef vor 16 Jahren eine Assistentin in einer Sprachnachricht mit dem Tod bedroht haben. Der Fall sei nach einer Klage außergerichtlich beigelegt worden. Ein Sprecher von Activision Blizzard hat den Vorfall dem Wall Street bestätigt und gesagt, dass Kotick sein Fehlverhalten sehr leidtue.

Activision Blizzard mit zwei offiziellen Erklärungen

Bei Activsion Blizzard hat der Bericht vielfältige Reaktionen ausgelöst. Die Firma hat innerhalb weniger Stunden zwei offizielle Mitteilungen an die Presse und an Investoren verschickt - was in dieser Form sehr ungewöhnlich ist.

In den Mitteilungen wird die Darstellung des Wall Street Journals als "irreführend" bezeichnet - aber nicht als grundsätzlich falsch. Auf Berichte über sexuelles Fehlverhalten sei reagiert worden.

Außerdem habe das Wall Street Journal wichtige Änderungen bei Activision Blizzard in der jüngsten Vergangenheit ignoriert, mit denen die Firma zum "einladendsten und inklusivsten Arbeitsplatz der Branche" werden solle.

Der Aktienkurs des Konzerns ist nach dem Bericht stark unter Druck geraten. Mehrere Mitarbeiter, die sich in einer Gruppe namens The ABK Workers Alliance zusammengeschlossen haben, fordern laut dem Magazin Gamesindustry die Absetzung von Kotick.

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fliflaflo 19. Nov 2021

Mein Gefühl ist, dass der "Grad" der Demütigung und Verletzung linear zur möglichen...

Nussbaum 18. Nov 2021

Ich glaub einen angenehmen Verkehrstod kann man auch schon als Morddrohung...

karazon 17. Nov 2021

In dem Dudeneintrag steht davor: "die Inklusion (3a, b) betreffend, ihr entsprechend" Das...

Sharra 17. Nov 2021

Erfolgreiche Firmenchefs etc. sind meist Soziopathen in mal mehr, mal mehr weniger...

Sharra 17. Nov 2021

heute zwanghaft inklusiv. Früher hats nicht funktioniert, und nur weil mans heute an die...



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