Activision Blizzard: 800 Mitarbeiter werden trotz Rekordumsatz entlassen

Dank Call of Duty und Erfolgen bei der Vermarktung der Overwatch League hat Activision Blizzard sehr gute Geschäftszahlen vorgelegt, trotzdem werden rund 800 Mitarbeiter entlassen - die Entwicklerkapazitäten sollen allerdings aufgestockt werden.

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Artwork von Overwatch
Artwork von Overwatch (Bild: Blizzard)

Zusammen mit den aktuellen Geschäftszahlen hat Activision Blizzard auch bekanntgegeben, dass rund 800 Angestellte ihren Job verlieren - weltweit beschäftigt der Konzern rund 9.800 Mitarbeiter. Betroffen sind vor allem Personen, die nicht in der eigentlichen Spielentwicklung beschäftigt sind. Sie sollen Abfindungen und sehr weitreichende Hilfen bei der Suche nach neuen Jobs erhalten, schreibt unter anderem Blizzard-Chef J. Allen Brack im hauseigenen Forum.

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Die Entlassungen erfolgen, obwohl Activision Blizzard sehr gute Quartals- und Geschäftsjahreszahlen veröffentlicht hat. Die verdankt das Unternehmen unter anderem dem Erfolg von Call of Duty: Black Ops 4, das laut der Firma das meistverkaufte Konsolenspiel weltweit im Jahr 2019 war - konkrete Zahlen werden nicht genannt. Es müssten aber mehr als die 23 Millionen Exemplare sein, die Take 2 im annähernd gleichen Zeitraum für Red Dead Redemption 2 angibt.

Bei Black Ops 4 sollen sich laut Activision Blizzard die Umsätze auf Windows-PC gegenüber Black Ops 3 verdreifacht haben, was vermutlich vor allem am neuen Battle-Royale-Modus liegt. Auf Konsole ist nach Firmenangaben der Anteil der Verkäufe als Download auf 40 Prozent gestiegen - im Jahr davor seien es bei WW2 30 Prozent gewesen.

Im Geschäftsbereich von Blizzard gibt die Firma derzeit rund 35 Millionen aktive Nutzer von Overwatch, Heartsthone und World of Warcraft an. In wichtigen Kernbereichen läuft es aber durchwachsen: Das Unternehmen hat jüngst angekündigt, sich mit Heroes of the Storm vom E-Sport verabschieden zu wollen. Dafür wurde für die Overwatch League mit Coca Cola gerade ein finanzstarker neuer Hauptsponsor gefunden.

Unabhängig von den Entlassungen in bestimmten Bereichen soll die Anzahl der Entwickler im Verlauf des Jahres 2019 um rund 20 Prozent wachsen. Damit sollen speziell die Marken Call of Duty, Candy Crush, Overwatch, Warcraft, Hearthstone und Diablo weiter ausgebaut werden. Speziell bei Diablo hoffen Fans auf eine echte Fortsetzung, nachdem die Ankündigung des für mobile Endgeräte gedachten Diablo Immortal bei einer Hausmesse im November 2018 zum Fiasko geriet.

In den Monaten Oktober bis Dezember 2018 konnte Activision Blizzard den Umsatz auf 2,38 Milliarden US-Dollar erhöhen - in den gleichen Monaten des Vorjahres lag er bei 2,04 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn betrug 650 Millionen US-Dollar, im Vorlag fiel ein Verlust von 584 Millionen US-Dollar an. Das Gesamtjahr 2018 hat der Konzern mit einem Umsatz von 7,5 Milliarden US-Dollar (2017: 7,02 Milliarden US-Dollar) und einem sehr hohen Nettogewinn von 1,8 Milliarden US-Dollar (2017: 273 Millionen US-Dollar) abgeschlossen.

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