Actionspiel: Mega-Flop Concord erlebt überraschendes Comeback
Rund ein Jahr nach dem Aus von Concord führt ein Community-Projekt zu Diskussionen. Drei Hobby-Entwickler haben zentrale Bestandteile der Serverarchitektur rekonstruiert und erste interne Tests gestartet, wie unter anderem Aftermath(öffnet im neuen Fenster) berichtet.
Unter den Pseudonymen Red, Real und Gwog bauen sie eigene Schnittstellen, fangen alte Netzwerkaufrufe des Spiels ab und ersetzen fehlende Dienste durch eigene Implementationen.
Einige ehemalige Entwickler des Originals wurden eingeladen, den experimentellen Aufbau auszuprobieren. Ziel ist eine spielbare, vollständig Community-betriebene Concord-Version.
Allerdings reagierte inzwischen Sony mit rechtlichen Schritten auf das Projekt. Der Konzern lässt über Dienstleister unter anderem DMCA-Takedowns verschicken und verlangt die Entfernung von allen Dateien, Dokumentationen und Tools, die geschützte Inhalte enthalten könnten. Erste Repositories und Forenbeiträge wurden bereits blockiert.
Technisches Interesse trifft auf Guardians of the Galaxy
Die Fan-Initiatoren sagen, keine Konkurrenz zu Sony schaffen zu wollen. Ihr Projekt sei Ausdruck technischer Neugier und der Wunsch, ein abrupt vom Markt genommenes Spiel vor dem vollständigen digitalen Verschwinden zu bewahren.
Concord existiere nur noch als Client ohne funktionierende Server, und ohne solche Rekonstruktionsversuche blieben selbst dokumentarische Einblicke in Gameplay und Systemschnittstellen unmöglich. Der Fall macht deutlich, wie schmal der Grat zwischen den Erfordernissen von Games-Historie und urheberrechtlichen Konflikten sein kann.
Concord erschien 2024 als Multiplayer-Team-Shooter mit Heldenklassen und Science-Fiction-Szenario. Das Entwicklerstudio Firewalk Studios wollte ein rasantes, squadbasiertes Gefechtsspiel etablieren, das Elemente aus Overwatch und Destiny miteinander verband.
Trotz vieler gelungener Ansätze fand der Titel kaum ein Publikum, verkaufte sich nur wenige Zehntausend Mal und verlor bereits kurz nach Launch seine aktive Spielerschaft. Es gab schlicht keinen Markt für den Titel, zudem konnten viele Spieler mit den irritierenden Ähnlichkeiten mit Guardians of the Galaxy wenig anfangen. Nach zwei Wochen nahm Sony die Server vom Netz und schloss Firewalk wenig später.
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