Actionspiel: Käufer vermuten Abzocke bei Wild West Online
Seit dem 10. Mai 2018 befindet sich das Actionspiel Wild West Online nicht mehr im Early Access auf Steam. Stattdessen gibt es für rund 30 Euro so etwas wie eine finale Verkaufsversion(öffnet im neuen Fenster) – mit der allerdings kaum jemand zufrieden ist. Das Programm wirkt auf den ersten Blick fast wie Red Dead Redemption 2, allerdings sind nahezu alle Nutzerbewertungen negativ. Es gibt Beschwerden über Bugs, ein fehlendes Tutorial, eine quasi nicht vorhandene Spielbalance und generell über massive Abweichungen zwischen der Beschreibung auf Steam und den tatsächlichen Inhalten.
In der Community erinnert das viele Spieler an das 2012 veröffentlichte Zombie-Actionspiel The War Z (aktueller Name: Infestation Survivor Stories), bei dem es ebenfalls erhebliche Diskrepanzen zwischen Featureliste und der traurigen Realität gab. Der Protest war so groß, dass Valve – also der Betreiber von Steam – eingeschritten ist, was ziemlich ungewöhnlich ist. Das Unternehmen hatte die Veröffentlichung von The War Z als "Fehler" bezeichnet und Rückerstattungen angeboten.

Schon länger gibt es Hinweise, dass die damals treibende Kraft hinter The War Z dieselbe Person ist, die nun vermutlich viel Geld mit Wild West Online einnimmt: ein gewisser Sergey Titov. Der hatte sich rund um The War Z mehrfach in Interviews geäußert und unter anderem in einem offenen Brief öffentlich Besserung gelobt.
Seitdem ist kaum noch etwas von ihm zu hören, allerdings soll er unter anderem mit einer Firma namens Free Reign Entertainment die Engine für Wild West Online bereitstellen, wie Massivelyop(öffnet im neuen Fenster) schon im Mai 2017 geschrieben hatte. Im Netz finden sich weitere Indizien dafür, dass Titov hinter dem Westernspiel steckt, er selbst hat sich in der Sache aber bislang nicht geäußert.
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