Actionkameras: Gopro plant eigene Drohnenproduktion

Der börsennotierte Actionkamerahersteller Gopro will laut einem Bericht des Wall Street Journals(öffnet im neuen Fenster) bald eigene Drohnen für Privatanwender verkaufen. Die Zeitung beruft sich dabei auf Insider aus dem Unternehmensumfeld. Die Drohnen sollen zu Preisen zwischen 500 und 1.000 US-Dollar verkauft werden.
Der Schritt soll Gopro unabhängiger von den Verkäufen seiner Kameras machen, weil mittlerweile auch andere Hersteller kleine Sportkameras in nahezu unverwüstlichen Gehäusen anbieten. Unter den Konkurrenten befinden sich Branchengrößen wie Sony. Nach Angaben von Gopro wurden im ersten Dreivierteljahr rund 2,8 Millionen Actionkameras verkauft.
Die leichten Kameras werden von zahlreichen Drohnenherstellern mit Stativhalterungen unterstützt, doch wenn Gopro ihnen nun Konkurrenz macht, könnte sich das ändern.
DJI hatte jüngst mit der Drohne Inspire 1 vorgemacht, wie das aussehen könnte. In dem Gerät stecken gleich zwei Kameras. Eine dient zum Filmen in 4K-Auflösung und die zweite, stereoskopische Kamera zum Orientieren in Innenräumen. Zumindest der hochauflösende Sensor stammt von Sony.
Die Drohnen sind in den USA derzeit nur für Privatflüge zugelassen. Kommerzielle Nutzungen sind bis auf einige Testgebiete und sonstige Ausnahmen untersagt. Wer künftig kommerziell Drohnen auf dem Staatsgebiet der USA fliegen will, wird dazu möglicherweise eine Pilotenlizenz benötigen, wenn sich die Flugsicherheitsbehörde FAA mit einer entsprechenden Forderung durchsetzt.



