Actionkamera: Community ärgert sich über fehlendes GPS bei Gopro Hero 12

Kurz nach der Präsentation der Actionkamera Hero 12 Black von Gopro gibt es in sozialen Medien und Foren immer mehr Beschwerden aus der Community, weil der Hersteller eine Funktion ersatzlos gestrichen hat: die Möglichkeit, bei Videos oder Fotos mit einem eingebauten GPS-Modul die Ortsdaten aufzuzeichnen.
Das gehörte die letzten paar Hardwaregenerationen zu den Standardfeatures jeder Standard-Gopro. Lediglich bei der Ende 2022 veröffentlichten kleineren Gopro Hero 11 Mini war kein GPS möglich, was wohl wegen des Formfaktors der Kamera kaum jemanden nachhaltig störte.
Nun wird das fehlende Geotagging der normalgroßen Hero 12 unter fast allen Postings von Gopro auf Plattformen wie X kritisiert. Der Hersteller antwortet immer gleich(öffnet im neuen Fenster) : "Wir haben festgestellt, dass überraschend wenige Gopro-Nutzer die GPS-Sticker an Inhalten anbringen. In unserem Bestreben, die bestmögliche Akkulaufzeit zu erreichen, haben wir diese aus der Hero 12 Black entfernt."
So richtig akzeptiert wird diese Erklärung nicht in der Community, etwa in einem Forum auf Reddit(öffnet im neuen Fenster) . Schließlich hätte man GPS einbauen, aber per Default deaktivieren können, um ungewolltes Geotagging zu verhindern und längere Akkulaufzeiten zu bieten.
Generell ist es zwar möglich, Videos und Fotos nachträglich mit Ortsdaten zu versehen. Bei Videos ist das aber komplex, und bei Fotos macht es auch nicht richtig Spaß. Soweit bekannt, ist es bei der Hero 12 nicht möglich, die Geodaten mit der App von einem Smartphone während der Aufnahmen beizusteuern, wie es bei vielen Kameras anderer Hersteller üblich ist.
Gopro Hero 12 Black: Verfügbarkeit und Preis
Fahrrad- und Motorradfahrer, die eine Gopro als Dashcam im Straßenverkehr verwenden, befinden sich besonders in einem Dilemma bei der Hero 12: Im Alltag sind die Geodaten unwichtig. Aber wenn mal etwas passiert und sie wichtig werden, dann gleich richtig.
Die Gopro Hero 12 Black ist ab dem 13. September 2023 für rund 400 Euro erhältlich. Gegenüber den Vorgängern bietet sie mehr Videomodi, längere Akkulaufzeiten und Unterstützung für Kopfhörer, Hörstöpsel und Mikrofone per Bluetooth.
Außerdem ist erstmals zusätzlich zum Gopro-Mount auch ein Gewinde für Standardstative verbaut. Änderungen beim Sensor gibt es nicht.



