Abo
  • IT-Karriere:

Action Cam: Lily Camera fliegt, ist aber keine Drohne

Das Selbstporträt beim Sport, aufgenommen aus der Luft: Die Lily Camera wird vom Nutzer in die Luft geworfen, sie folgt ihm und filmt ihn von oben. Dennoch sagen die Entwickler, Lily sei keine Drohne. Ist sie aber doch - irgendwie.

Artikel veröffentlicht am ,
Lily Camera: als Kamera, nicht als Drohne konzipiert
Lily Camera: als Kamera, nicht als Drohne konzipiert (Bild: Lily Robotics)

Sag bloß nicht Drohne: Lily Camera ist, darauf bestehen die Entwickler Antoine Balaresque und Henry Bradlow, eine fliegende Selfie-Kamera, und kein unbemanntes Fluggerät (Unmanned Aerial Vehicle, UAV), das mit einer Kamera ausgestattet ist.

  • Die Lily Camera sieht aus wie eine Drohne, ist aber keine. Das sagen zumindest die Entwickler. (Foto: Lily Robotics)
  • Sie ist dazu gedacht, Menschen aus der Luft zu fotografieren oder zu filmen.(Foto: Lily Robotics)
  • Die Lily Camera fliegt zwar automatisch wie eine Drohne. Aber sie folgt nur der Fernsteuerung, mit der Lily per Funk kommuniziert.  (Foto: Lily Robotics)
  • Mit der Fernsteuerung kann der Nutzer Flugmodi einstellen oder Lily landen. Sie wird in der Tasche oder am Handgelenk getragen. (Foto: Lily Robotics)
Die Lily Camera sieht aus wie eine Drohne, ist aber keine. Das sagen zumindest die Entwickler. (Foto: Lily Robotics)
Stellenmarkt
  1. Allianz Deutschland AG, München, Unterföhring
  2. Darlehenskasse der Studierendenwerke e.V., Köln

Der Nutzer soll Lily in die Luft werfen. Die Kamera folgt ihm automatisch in einer Entfernung zwischen 1,75 und 30 Metern, filmt ihn oder macht Bilder. Mehr macht Lily nicht. "Die Leute kaufen sich Drohnen, weil sie sie fliegen wollen. Das geht hiermit nicht, das ist eine Kamera. Man nimmt Bilder damit auf, aber man kann ihren Flug nicht steuern", sagt Bradlow dem US-Wissenschaftsmagazin IEEE Spectrum.

Lily zeichnet Bilder und Töne auf

Lily nimmt Bilder mit einer Auflösung von 12 Megapixeln oder HD-Videos auf - in 1080p mit 60 Bildern pro Sekunde oder in 720p mit 120 Bildern pro Sekunde. Außerdem hat die Kamera ein Mikrofon für die Tonaufzeichnung.

Den Beteuerungen der Entwickler zum Trotz sieht die Lily Camera aus wie ein Quadrocopter: Sie hat vier Rotoren und einen Rumpf in Form eines abgeflachten Balls. Aber ein schicker Quadrocopter: Er besteht aus schwarzem Kunststoff und gebürstetem Aluminium. Der Abstand von Rotor zu Rotor beträgt 26 Zentimeter. Das Gerät wiegt 1,3 Kilogramm. Ein Lithium-Ionen-Akku versorgt die Drohne mit Strom. Mit einer Ladung kann sie etwa 20 Minuten in der Luft bleiben. Die Ladezeit beträgt etwa zwei Stunden.

Die App kann mehr als die Fernsteuerung

Gesteuert wird Lily über eine kleine Fernsteuerung, die der Nutzer in die Tasche steckt oder am Handgelenk trägt. Darüber kann er einige wenige Einstellungen vornehmen, etwa den Flugmodus von Folgen auf Umkreisen ändern oder die Drohne landen lassen. Die Fernsteuerung hat einen Beschleunigungsmesser, der Bewegungsänderungen erkennt, etwa einen Sprung. Die Kamera kann darauf programmiert werden, beim Sprung in den Zeitlupenmodus zu wechseln. Eine Smartphone-App soll mehr Funktionen bieten.

Die Fernsteuerung kommuniziert per Funk mit Lily, und Lily folgt ihr. Dafür benötigt Lily aber durchaus die Fähigkeiten einer Drohne - und auch die entsprechende Ausrüstung, nämlich die übliche Sensorik wie Beschleunigungsmesser, Magnetometer, Barometer, Kreiselinstrument sowie zwei Kameras für den Blick nach vorne und nach unten.

Lily fliegt niedriger als eine Drohne

Bei den Flugspezifikationen zeigt sich, dass Lily nicht als Drohne, sondern als fliegende Kamera konzipiert ist: Lily fliegt maximal 15 Meter hoch und 40 Kilometer pro Stunde schnell - also so hoch, dass sich ein Surfer oder ein Fahrradfahrer aus der Luft aufnehmen lassen können. Mit ihrer Geschwindigkeit sollte sie einem Fahrrad eben noch folgen können.

Lily soll im Februar 2016 auf den Markt kommen. Bestellungen nimmt das Unternehmen Lily Robotics ab sofort entgegen. Die vorbestellten Lily Cameras kosten 500 US-Dollar. Der Ladenpreis soll 1.000 US-Dollar betragen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. mit Gutschein: NBBCORSAIRPSP19
  2. (heute u. a. Saugroboter)
  3. 149€
  4. (u. a. Metal Gear Solid V: The Definitive Experience für 8,99€ und Train Simulator 2019 für 12...

aetzchen 14. Mai 2015

Ne ist es nicht. Die "Follow me" funktion gibts auch bei Multicoptern. Ist halt abhängig...

plutoniumsulfat 14. Mai 2015

Es kann auch davor fliegen.Die Fernsteuerung kann man ebenfalls in der Hand halten. Und...

blabba 14. Mai 2015

Ich würd so n Ding kaufen, wenn ich soviel Kohle hätte und garnicht wüsste, was ich sonst...

Der Held vom... 13. Mai 2015

40 km/h sind in etwa das über längere Zeit haltbare Höchsttempo eines Profi-Radfahrers...

Dwalinn 13. Mai 2015

Genau so ist es, ich bin mir zwar nicht sicher wie schnell ich bin (müsste ich mal...


Folgen Sie uns
       


Vaio SX 14 - Test

Das Vaio SX14 ist wie schon die Vorgänger ein optisch hochwertiges Notebook mit vielen Anschlüssen und einer sehr guten Tastatur. Im Golem.de-Test zeigen sich allerdings Schwächen beim Display, dem Touchpad und der Akkulaufzeit, was das Comeback der Marke etwas abschwächt.

Vaio SX 14 - Test Video aufrufen
Physik: Den Quanten beim Sprung zusehen
Physik
Den Quanten beim Sprung zusehen

Quantensprünge sind niemals groß und nicht vorhersehbar. Forschern ist es dennoch gelungen, den Vorgang zuverlässig zu beobachten, wenn er einmal angefangen hatte - und sie konnten ihn sogar umkehren. Die Fehlerkorrektur in Quantencomputern soll in Zukunft genau so funktionieren.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer


    Doom Eternal angespielt: Die nächste Ballerorgie von id macht uns fix und fertig
    Doom Eternal angespielt
    Die nächste Ballerorgie von id macht uns fix und fertig

    E3 2019 Extrem schnelle Action plus taktische Entscheidungen, dazu geniale Grafik und eine düstere Atmosphäre: Doom Eternal hat gegenüber dem erstklassigen Vorgänger zumindest beim Anspielen noch deutlich zugelegt.

    1. Sigil John Romero setzt Doom fort

    IT-Forensikerin: Beweise sichern im Faradayschen Käfig
    IT-Forensikerin
    Beweise sichern im Faradayschen Käfig

    IT-Forensiker bei der Bundeswehr sichern Beweise, wenn Soldaten Dienstvergehen oder gar Straftaten begehen, und sie jagen Viren auf Militärcomputern. Golem.de war zu Gast im Zentrum für Cybersicherheit, das ebenso wie die IT-Wirtschaft um guten Nachwuchs buhlt.
    Eine Reportage von Maja Hoock

    1. Homeoffice Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst
    2. Bundesagentur für Arbeit Informatikjobs bleiben 132 Tage unbesetzt
    3. IT-Headhunter ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht

      •  /