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Act: App-Entwickler verdienen weniger als 1.000 Euro monatlich

Die App-Branche erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 10 Milliarden Euro in Europa. Doch ein Teil der Entwickler verdient weniger als 1.000 Euro im Monat.
/ Achim Sawall
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Titelblatt der Act-Studie (Bild: ACT)
Titelblatt der Act-Studie Bild: ACT

App-Entwickler für Smartphones und Tablets haben nicht immer ein ausreichendes Einkommen. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung(öffnet im neuen Fenster) (FAZ) unter Berufung auf eine Studie der Branchenorganisation Association for Competitive Technology (Act) berichtet, erzielen in Deutschland in der Branche 19 Prozent der Beschäftigten weniger als 1.000 Euro im Monat. In Großbritannien liegt diese Zahl sogar bei 35 Prozent.

In Act sind kleine und mittelgroße App-Entwicklerfirmen und Entwickler zusammengeschlossen. "Die App Economy begann mit der Einführung des Apple App Store vor fünf Jahren" , heißt es in der Studie (PDF)(öffnet im neuen Fenster) über die junge Branche.

Die App-Wirtschaft habe laut Studie in den vergangenen fünf Jahren in Europa insgesamt 794.000 Beschäftigte gehabt. Der Umsatz mit Apps liege bei über 10 Milliarden Euro im Jahr, das entspricht 22 Prozent des weltweiten App-Umsatzes. Laut der Studie haben 529.000 Menschen in der EU einen Vollzeitjob in der App-Industrie. Davon sind 330.000 Entwickler und weitere 199.000 im Management, Design oder Marketing.

Der App-Bereich hat damit einen hohen Anteil an Niedrigverdienern. Nach Angaben des Projektportals Gulp fordern IT-/Engineering-Freelancer in Deutschland dagegen derzeit einen Stundensatz von 75 Euro. "Das ist so viel wie noch nie zuvor" , so die Betreiber. Das Stundensatz-Maximum haben die Freelancer im Alter von 40 bis 50 Jahren erreicht: Dann fordern sie mit 78 Euro so viel wie keine andere Altersgruppe. Mit einem Anteil von 45,4 Prozent fällt fast die Hälfte in diese Kategorie. Die 25-jährigen IT-Freelancer fordern aktuell 62 Euro. Im Jahr 2009 gingen die durchschnittlichen Honorarforderungen der Freelancer krisenbedingt leicht zurück.


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