ACM: Compiler-Pioniere Aho und Ullman bekommen Turing Award

In der Informatik stoßen viele auf das Dragonbook zum Compiler-Bau von Aho und Ullman. Die beiden werden nun für ihre Leistung geehrt.

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Die Gewinner des Turing Award 2020: Alfred Aho (l.) und Jeffrey Ullman (r.)
Die Gewinner des Turing Award 2020: Alfred Aho (l.) und Jeffrey Ullman (r.) (Bild: Eileen Barosso (Aho) and Stanford University School of Engineering (Ullman))

Die beiden emeritierten Informatik-Professoren Alfred Vaino Aho und Jeffrey David Ullman werden mit dem Turing Award 2020 ausgezeichnet, wie die Organisation Association for Computing Machinery (ACM) mitteilt. Der Preis ist mit einem Preisgeld von einer Million US-Dollar dotiert und wird auch als Nobelpreis der Informatik bezeichnet.

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Verliehen wird der Preis an Aho und Ullman für ihre Arbeiten an "grundlegenden Algorithmen und Theorien, die der Implementierung von Programmiersprachen zugrunde liegen, sowie die Synthese dieser Ergebnisse und denen von anderen in ihren einflussreichen Büchern, mit denen Generationen von Informatikern ausgebildet wurden".

Einflussreiche Standardwerke der Lehre

Weltweit am bekanntesten sind Aho und Ullman wohl für ihre Arbeit am sogenannten Dragonbook. Das Lehrbuch für Compiler-Bau ist erstmals als Principles of Compiler Design im Jahr 1977 erschienen und wurde danach in unterschiedlichen Fassungen mehrfach bearbeitet. Behandelt werden darin viele grundlegende Prinzipien der theoretischen Informatik wie etwa regulärer Sprachen und Ausdrücke, Automatentheorie, das Erstellen und Optimieren von Parsern, Typisierung und letztlich auch die Übersetzung von höheren Programmiersprachen in Assembler-Code. Das Titelbild des Buches zeigt einen Drachen, daher der Name.

Dem Dragonbook vorausgegangen sind die Arbeiten an dem Lehrbuch The Design and Analysis of Computer Algorithms, das Aho und Ullman zusammen mit ihrem Kollegen John Hopcraft erstellt haben. Die ACM bezeichnet auch dieses als Standardwerk in einer Zeit, in der die Informatik erst noch die Welt eroberte. Darin prägten die Autoren die Nutzung der Random Access Machine (RAM).

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Begonnen haben Aho und Ullman "mit ihrer Zusammenarbeit bei Bell Labs im Jahr 1967. Über mehrere Jahrzehnte hinweg haben sie die Grundlagen der Theorie und Implementierung von Programmiersprachen sowie des Entwurfs und der Analyse von Algorithmen geprägt", schreibt die ACM in ihrer Ankündigung.

Zusätzlich zu der theoretischen Forschungsarbeit ist Aho zudem bekannt für seine Arbeiten an Egrep und Fgrep, die inzwischen standardmäßig Teil des Unix-Werkzeugs Grep sind sowie AWK, wobei Aho hier für das A im Namen Pate stand. Auch die Unix-Werkzeuge Yacc und Lex gehen auf die Forschungsarbeiten von Aho und Ullman zurück.

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pica 01. Apr 2021

Mein erster "Compiler" hat Formeln in Tastenfolgen für den HP34C Taschenrechner...

nohoschi 01. Apr 2021

Das Parsen und Auswerten von Rechentermen mit den vier Grundrechenarten ist schon eine...

schnedan 01. Apr 2021

der eine Buchtitel kam mir bekannt vor... steht gerade in Griffweite. Habe ich mir...



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