Acer-Gründer: "Microsoft-Intel-Allianz wird schließlich scheitern"

Die beiden Konzerne Microsoft und Intel werden mit ihrer Wintel-Allianz schließlich scheitern. Das hat Acer-Gründer Stan Shih laut einem Bericht der taiwanischen Branchenzeitung Digitimes(öffnet im neuen Fenster) auf einer Medienkonferenz erklärt. Weil Wintel den Großteil der Gewinne für sich behalte, würden viele Marktakteure indirekt in das Google-Ökosystem mit Android oder Chrome OS getrieben, sagte Shih.
Wintel könne den Partnern der beiden Konzerne keine Gewinnmöglichkeiten mehr bieten, weshalb sich viele IT-Hersteller anderen Ökosystemen zugewandt hätten. Dabei sei die Offenheit von Googles Android-Plattform, die auf dem Linux-Kernel basiert, nicht der wichtigste Vorteil. Auch Linux sei eine offene Plattform, was aber nicht dazu geführt habe, dass viele Hersteller Computer mit dem Betriebssystem fertigen würden. Die führenden Konzerne müssten mit einer Plattform eine Strategie entwerfen, die es allen Partnern erlaube, Gewinne zu generieren.
Die Übernahme von Nokias Kerngeschäft durch Microsoft könne gut für die IT-Branche sein, wenn dies Vorteile für die Unternehmen, Aktionäre, Käufer und Partner bringe, sagte Shih. Microsoft erklärte am 3. September 2013, Nokias Geschäft mit Mobiltelefonen, Diensten und dazugehörige Patente zu kaufen, und will dafür rund 5,44 Milliarden Euro zahlen.
Taiwanische Unternehmen müssten mehr in innovatives Design, Software und Services investieren, um ihre gegenwärtige Position zu verbessern, erklärte Shih weiter.
Zu einer möglichen Übernahme von Acer durch ein anderes Unternehmen wollte sich Shih nicht äußern. Er hatte aber bereits früher gesagt, dass er dazu eine neutrale Position einnehme, solange es einen Plan gebe, der gut für beide Konzerne sei und mit dem sich das Unternehmen weiterentwickeln könne.