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Acer-Gründer: "Bündnis mit Microsoft führt Dell in die Sackgasse"

Dell sei schlecht beraten, sich mit Microsoft auf Windows festzulegen. Ein solcher Konzernumbau könne in die Sackgasse führen, sagte Acer-Gründer Stan Shih.
/ Achim Sawall
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Bild: Patrick Lin/AFP/Getty Images

Acer-Gründer Stan Shih hat sich kritisch zu der Beteiligung von Microsoft an Dell geäußert. Er sagte der in Taiwan erscheinenden IT-Branchenzeitung Digitimes(öffnet im neuen Fenster) , dass Microsofts "professionelle Beratung" bei der Privatisierung Dells den Umbau des Computerherstellers blockieren könnte.

Firmengründer Michael Dell nimmt das Unternehmen von der Börse, um einen Umbau ohne Rücksicht auf Aktionärsinteressen durchführen zu können. In den vergangenen zwölf Monaten ist der Kurs von Dells Aktie um mehr als 40 Prozent gefallen.

Laut Shin sei das Ziel Dells offenbar eine Transformation ohne den Druck der Medien und der Börse. Aber Microsofts Einfluss und seine Orientierung auf Windows führe Dell in eine Sackgasse, sagte Shin. Doch der Ausgang des Prozesses hänge weiter von der künftigen Strategie Dells ab, so Shin.

Eine Privatisierung sei für Acer keine Option, weil sich die beiden Konzerne in komplett unterschiedlichen Situationen befänden.

Wie der drittgrößte Computerhersteller der Welt in dieser Woche mitteilte , übernimmt Konzernchef Michael Dell zusammen mit dem Investmentkonzern Silver Lake Partners und Microsoft den Konzern. Microsoft will sich mit einem Kredit von über zwei Milliarden US-Dollar die Partnerschaft mit Dell sichern. Das Buy-out-Geschäft hat ein Volumen von 24,4 Milliarden US-Dollar.

Microsoft erhält wohl kein Mitspracherecht bei Entscheidungen im Tagesgeschäft des Dell-Konzerns. Aber der Computerhersteller sichert offenbar zu, Windows auf der großen Mehrheit der verkauften Rechner einzusetzen. Dell ist bereits einer der größten Käufer von Windows-Lizenzen, die Partnerschaft ist für Microsoft wegen der wachsenden Bedeutung von Tablets wichtig. Das Windows-RT-Tablet XPS 10 von Dell hat mit fünf Prozent einen relativ hohen Marktanteil. Zudem kann Microsoft so auch seine Serversoftware-Produkte und Unternehmensanwendungen besser an Dell verkaufen.


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